Weikersheim

25 Jahre Städtepartnerschaft Delegation aus Weikersheim reist nach Dunaföldvár in Ungarn / Festakt und Kulturprogramm

Zusammenstehen und weiter zusammenhalten

Archivartikel

Weikersheim.Die Städtepartnerschaft zwischen Weikersheim und Dunaföldvár in Ungarn besteht nun seit 25 Jahren. Was 1993 begann, wurde nun neu besiegelt. Bürgermeister Klaus Kornberger reiste nun mit einer zehnköpfigen Delegation, bestehend aus Gemeinderäten und Ortsvorstehern, in die Partnerstadt an der Donau. Eingebunden in das jährliche Weinlesefest gab es einen Festakt.

In seiner Ansprache betonte der Bürgermeister von Dunaföldvár Zsolt Horváth die Verbundenheit der Städte. Er streifte die Entwicklung von Dunaföldvár in den letzten 25 Jahren und zeigte sich stolz über die gelungene Ansiedlung von Gewerbe und die damit verbundene Wirtschaftskraft. Seine Stadt profitiere enorm von der landesweit größten Bioethanolanlage und der daraus resultierenden Gewerbesteuer. So wurde der Ausbau des Donauufers mit einem über einem Kilometer langen Boulevard möglich, ebenso wie die Neugestaltung verschiedener öffentlicher Plätze. Horváth freute sich für seine 9000 Einwohner-Stadt über den geplanten Bau einer großen Papierfabrik. Wichtig sei ihm aber auch die Freundschaft zu Weikersheim.

Vertraute Gesichter

Bürgermeister Klaus Kornberger freute sich, bei dem kleinen Festakt viele vertraute Gesichter zu sehen und Menschen zu begegnen, die viele Jahre die Partnerschaft der Städte gepflegt hätten und die für den europäischen Gedanken des Miteinanders stünden.

Mit dabei war auch Ilona Nagy, die 15 Jahre lang als Bürgermeisterin die Partnerschaft begleitet hat. Der Beginn 1993 stand noch unter dem euphorischen Eindruck der Wiedervereinigung und der damit verbundenen Dankbarkeit zu Ungarn.

Es seien 25 sehr bewegte Jahre gewesen, Jahre in denen jede Stadt ihre Herausforderungen zu meistern gehabt habe. „Wir leben in einer turbulenten Zeit mit vielen Umbrüchen und auch großen Unsicherheiten. Da müssen Freunde zusammenstehen und zusammenhalten“, so Kornberger. Er betonte, dass die Städtepartnerschaft vor allem von einer privaten und menschlichen Seite geprägt sei. Keine Frage, in den letzten fünf Jahren sei es ein wenig ruhiger geworden, was die gegenseitigen Besuche anbelangt. Aber das liege vor allem daran, dass man vor großen Herausforderungen gestanden habe, die man in Deutschland – und vielen Ländern Europas – bewältigen musste. Aber er sei sehr froh, so Kornberger, dass der Austausch zwischen den Gymnasien gepflegt werde. Denn die Jugend sei die Zukunft und nur durch das gegenseitige Kennenlernen könne Toleranz und Verständnis entstehen.

„Die vielen gemeinsamen schönen und unvergesslichen Momente möchte ich nicht missen. Tolle Begegnungen der Chöre, die schönen Momente am Donauufer, die Weinfeste rund um die Burg. Ich denke an die Begegnungen unserer Feuerwehrkameraden, oder auch die Freunde der Wasserrettung. Oder in Weikersheim die Mitwirkung und die Belebung bei der „Kärwe“, unterstrich Kornberger. Er bat darum, dieses Jubiläum dafür zu nutzen, auf die Partnerschaft dankbar zurückzublicken, aber auch optimistisch und vertrauensvoll nach vorn zu schauen. Jedes Jubiläum sei Anlass, neu motiviert in die nächsten Jahre zu gehen. Eine Städtepartnerschaft müsse wie jede Partnerschaft gepflegt werden. Die Weikersheimer genossen sichtlich das abendliche Konzert der ungarischen Kultgruppe „Neoton“, bevor sie am nächsten Tag eine Schiffstour unternahm. pm