Werbach

Stippvisite Heinrich und Anne Herbert aus Australien waren zu Besuch bei Familie Steger in Wenkheim

Auf den Spuren der Vorfahren

Archivartikel

Wenkheim.Nach Recherchen in Australien hat Heinrich Herbert festgestellt, dass seine Vorfahren aus Wenkheim stammen und dort den Namen Steger tragen. Zusammen mit seiner Frau Anne lebt er in Newcastle, rund 200 Kilometer nördlich von Sydney, beide sind inzwischen Rentner.

Jetzt nutzte er eine Europareise, bei der man eine Schiffstour auf Rhein, Main und Donau unternahm, zu einem kurzen Abstecher nach Wenkheim. Zuvor hatte er Kontakt über das Internet aufgenommen. Die Zeit, in der das Schiff in Würzburg ankerte, war so reichlich bemessen, dass er einige Verwandte besuchen konnte.

Die einzelnen Verwandten stehen in verschiedenen Verwandtschaftsgraden zu Heinrich Herbert. Einerseits sind es die Großväter, in der nächsten Linie die Urgroßväter. Der Name Steger taucht 1624 zum ersten Mal in den Zinsbüchern von Wenkheim auf, dort ist eine Merten (Martin) Steger verzeichnet, der dann 1669 in Wenkheim verstorben ist. Dieser soll aus dem „Salzburgischen“ eingewandert sein. Dort war um 1600 eine gefährliche Krankheit ausgebrochen sein, die viele Tote forderte.

Um zu überleben, machte er sich auf den Weg nach Westen, wo er dann schließlich in Wenkheim landete. Pfarrer Johann Steger, geboren 1886, ebenfalls ein Verwandter von Heinrich Herbert, hat im Quellenbüchlein nachgewiesen, dass alle in Wenkheim lebenden Stegers seine Nachkommen sind.

Die Zeit des Kurzbesuches wurde für einen Rundgang durch den Ort genutzt. Die Besichtigung der rustikalen Gaststube des Gasthaus „Zum Grünen Baum“, wo der erste Steger wohnte, erfreute die Australier besonders. Dann wurden weitere „historische Plätze“ mit „Stegerhäusern“ in der Obertor-, Bad- und Bachstraße besichtigt, wo die nahen und fernen Verwandten schon auf die Gäste warteten.

Das Ehepaar Herbert war über die „Gastfreundschaft“ der vielen Verwandten sehr angetan und lud Reiselustige ein, sie in Australien zu besuchen.

Anschließend wurden die Leute von „Down Under“ wieder zum Kreuzfahrtschiff nach Würzburg gebracht, wo die Reise Richtung Budapest weiterging. rei