Werbach

Evangelischer Kirchenbezirk Bezirkssynode tagte zum Thema „Diakonie ist Kirche“ in Wenkheim

Begegnungen sorgen für neues Vertrauen

Wenkheim.Unter dem Motto „Diakonie ist Kirche“ kam die Synode des evangelischen Kirchenbezirkes Wertheim zusammen. Fast 70 Synodale und Gäste sowie Referenten von der Evangelischen Hochschule Freiburg, der Johannesdiakonie Mosbach und vom Diakonischen Werk trafen sich dazu in Wenkheim. Das Motto entstand im Verlauf des Projektes „Gemeinde als Ort der Teilhabe, Beteiligung und Resilienzförderung“, das der Kirchenbezirks mit dem Diakonischen Werk und den Gemeinden Tauberbischofsheim und Wertheim-Wartberg entwickelt hatte.

Die Tagung begann mit einem Gottesdienst mit Bezirksdiakoniepfarrerin Dr. Annegret Ade und Schuldekanin Cornelia Wetterich. Anhand der Bibelstelle „Einer trage des anderen Last“ und der Sage über Burg Weibertreu stellten sie heraus, wie wichtig es sei, dass Menschen füreinander da und miteinander solidarisch seien. Im Gottesdienst wurden langjährige Mitarbeiter des Diakonischen Werkes verabschiedet und in den letzten zweieinhalb Jahren neu hinzugekommene begrüßt.

Verabschiedet wurden Heidrun Mansch und Claudia Reinhold. Als neue Mitarbeiter wurden Kristina Arnold-Göldner, Jeannine Baumann, Petra Bonfig, Rebecca Ehrensberger, Volker Herm, Andrea Kohl, Ursula von Lewinski, Nadine Steuerberg und Marion Wehner begrüßt.

Im Plenum berichtete Dekan Hayo Büsing nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Ekkehard Hüneburg über die Arbeit des Bezirkskirchenrates. Anschließend führte der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Wolfgang Pempe, in die diakonischen Arbeitsfelder in der Region ein. Hierbei betonte er, nicht nur die Arbeit in den diakonischen Einrichtungen sei Diakonie. Überall, wo sich Menschen in den Kirchengemeinden umeinander kümmerten, sei das diakonische Handeln der Kirche zu spüren.

Die Einrichtungen der Gemeinden, das Diakonische Werk und die freien Träger seien eingebettet in die diakonische Arbeit der Landeskirche. Die Arbeitsfelder des Diakonischen Werkes, zu denen die Allgemeine Sozialberatung, Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Schuldner- und Suchtberatung, Familienpflege und Dorfhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Flüchtlingshilfe, Tafelläden sowie Familienzentren gehören, würden von den Angeboten und Einrichtungen der freien Träger wie Pflegeheime, Behindertenwerkstätten oder die „Anlaufstelle Startkar“ des Vereins Diakonische Jugend- und Sozialarbeit ergänzt.

Im Anschluss an die Vorstellung der ausgewählten Arbeitsfelder diskutierten die Synodalen mit den Mitarbeitern der diakonischen Einrichtungen über deren Arbeit und die Möglichkeiten einer gegenseitigen Verknüpfung mit den Aktivitäten und Bedürfnissen in den Gemeinden. Am Ende zogen alle ein Fazit.

Die Erreichbarkeit der Mitarbeiter von Kirche und Diakonie stelle ein zentrales Element da. Wo es zur Begegnung komme, entstehe Vertrauen und die Möglichkeit, kleine und große Sorgen los zu werden und professionelle Hilfe zu erhalten.

Eine stärkere Kooperation und Vernetzung zwischen Mitarbeitern der Kirchen und Diakonie sei wünschenswert. Dadurch würden ein größeres gegenseitiges Wissen und Verständnis über Angebote und Zugänge zu diesen erreicht und die Vermittlung von Angeboten und Hilfen kann erleichtert. Die Tagung bot einen Rahmen für erste Begegnungs- und Anknüpfungspunkte. Die Öffentlichkeitsarbeit und die Vermittlung von Information und Hilfe soll ausgebaut werden. Hier sollen neue Kommunikationswege gefunden werden, um Angebote und Hilfen sichtbarer zu machen.

Ehrenamtliche könnten in allen Bereichen eine große Hilfe sein, wenn sie offen und verständnisvoll auf Menschen zu gehen könnten.

Dass alle Beratungsdienste des Diakonischen Werkes kostenfrei von allen Menschen in Anspruch genommen werden können, war für einige Synodale neu und eine sehr wichtige Information aus den Gesprächen.

Die nächste Synode findet am 9. November statt. pm