Werbach

Rückblick auf 2018 Bürgermeister Ottmar Dürr zieht eine positive Jahresbilanz / Wichtige Projekte in Angriff genommen

Die Gemeinde erneut vorangebracht

Archivartikel

Im vergangenen Jahr wurden in der Gesamtgemeinde Werbach verschiedene Maßnahmen begonnen und umgesetzt, um die Kommune weiter zukunftsfähig zu machen.

Werbach. Eine sehr zufriedenstellende Bilanz für das vergangene Jahr zog Bürgermeister Ottmar Dürr im Rathaus beim Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten. „Die Gemeinde Werbach hat auch 2018 eine äußerst positive Entwicklung genommen. Mit zahlreichen Maßnahmen ist es uns gelungen, unsere Kommune im Tauber- und Welzbachtal weiter nach vorne zu bringen und zukunftsfähig zu machen“, unterstrich der Bürgermeister.

Ortsstraßen ausgebaut

Eines der größten Projekte war der Ausbau der Hans-Schmidt-, Dr.-Kern- und Teile der Bergstraße in Niklashausen. Dabei wurden die Abwasserent- und Wasserversorgung erneuert und der Ringschluss in der Wasserversorgung realisiert, womit eine bessere Wasserqualität erreicht wurde.

Ein weiteres Großvorhaben war der Baubeginn für das Mehrgenerationenhaus. Am 19. September erfolgte der erste Spatenstich. Für die Sicherung des Schulstandorts der Gemeinde wolle man mit der Einrichtung einer Ganztagsgrundschule mit entsprechenden verlängerten Betreuungszeiten Rechnung tragen. Die derzeit leerstehende frühere Werkrealschule, die Nähe zu den Sportanlagen und Spielplätzen sowie die enge Kooperation mit dem Kinderhaus St. Martin biete im Verbund mit dem Mehrgenerationenhaus, inklusive einer Mensa, die besten Voraussetzungen für den angestrebten Bildungscampus, betonte der Bürgermeister. Insgesamt seien rund 5,7 Millionen Euro für das gesamte Vorhaben eingeplant, für den Bau der Mensa investiere man zirka 1,6 Millionen Euro. Im Zuge der Bebauung werden in diesem Areal die Außenanlagen komplett überplant.

Für die Sanierung der Tauberhalle im Jahr 2010, den Bau des Kinderhauses zwischen 2014 und 2016 sowie die Errichtung des Mehrgenerationenhauses und der Ganztagesgrundschule seien in diesem Areal rund zehn Millionen Euro an Gesamtinvestitionen umgesetzt und geplant. „Das ist viel Geld für eine Gemeinde mit rund 3300 Einwohnern“, freute sich Ottmar Dürr in diesem Zusammenhang, dass ein insgesamt positiver Trend bei den Einwohnerzahlen zu verzeichnen sei.

„Ein weiterer Höhepunkt 2018 war die Fertigstellung der fünften Gruppe im Kinderhaus St. Martin“, betonte der Bürgermeister. Ganz im Zeichen der Kinder- und Familienfreundlichkeit wurden hierfür 500 000 Euro investiert, wofür man eine Förderung von rund 130 000 Euro erhalten habe. In diesem Jahr wird die fünfte Gruppe offiziell übergeben.

Nach 2017 habe man auch 2018 mit erneut 30 Geburten einen „Babyboom“ erlebt. Ebenso sei das „Hochzeitsfieber“ mit 30 standesamtlichen Trauungen im Rathaus Werbach und auf der Gamburg ungebrochen.

Auf Hochtouren laufen die Arbeiten für die Einrichtung von drei Unterrichtsräumen für die Musikschule im Untergeschoss der Tauberhalle. Ein wichtiger Akzent für die weitere Entwicklung der Ortschaft Wenkheim wurde mit dem Satzungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren für das Baugebiet „Innere Aub“ mit neun neuen Bauplätzen und die Vorbereitung für die gleichzeitige Sanierung des Aubwegs erreicht. Für die Kanalsanierung erhält die Kommune hier 482 000 Euro an Fördergeldern, zeigte sich der Bürgermeister sehr erfreut.

Nachdem sich Werbach weiterhin als Wohngemeinde großer Beliebtheit erfreue, habe man 2018 mit dem Grunderwerb für das geplante Wohngebiet „Oberes Tor links der Straße III“ begonnen. Entsprechende Finanzmittel würden im Haushalt 2019 eingestellt, sodass man im Herbst 2020 mit der Erschließung beginnen könne.

Unter Federführung des Main-Tauber-Kreises seien die Arbeiten für die Verbesserung der Breitbandversorgung weitgehend abgeschlossen, wodurch ein Zugriff der Bürger auf schnelleres Internet erricht werde.

Durch Aufrüstung des Sendemastens in Höhefeld mit LTE-Technik werde die Nutzung von Smartphones oder Tablets in Niklashausen und Gamburg in hohem Maße verbessert, erklärte Ottmar Dürr.

Ebenfalls realisiert wurde die Erweiterung des Kreisarchivs im Kloster Bronnbach zur Unterbringung der kommunalen Unterlagen. Um den veränderten Wünschen der Bürger bei den Bestattungsformen Rechnung zu tragen, habe man in den Ortsteilen Gamburg und Niklashausen Flächen für Baumurnengräber angelegt. Dies plane man in diesem Jahr ebenso für Wenkheim und Werbach.

Weiter fortgeführt wurden die Arbeiten für den Wasserzweckverband Mittleres Taubertal, dem die Gemeinde Werbach angehört. Im Zuge der Stadtsanierung seien in Werbach zudem einige kommunale und private Maßnahmen verwirklicht worden, die zur weiteren positiven Entwicklung führen sollen.

„Der Erfolg hat viele Väter“: Unter dieser Prämisse sprach der Bürgermeister dem Gemeinderat, den Ortsvorstehern und Ortschaftsräten, den Mitarbeitern in der Verwaltung, im Bauhof und den Kindergärten seine Anerkennung für die konstruktive Zusammenarbeit aus. Respekt zollte Ottmar Dürr ebenso den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen und Organisationen für ihr großes Engagement. „Ohne sie wäre unsere Gesellschaft und Gemeinde viel kälter und ärmer“, unterstrich der Bürgermeister seine Wertschätzung für ihren Einsatz.