Werbach

A-cappella-Konzert Duo Fervore“ und Chor Inselmut gastierten im Rittersaal der Gamburg / Viel Applaus für die gelungenen Darbietungen

Einen begeisternden Hörgenuss geboten

Archivartikel

Gamburg.Im kulturhistorisch einzigartigen Rittersaal der Gamburg gab erstmals der Chor Inselmut mit dem eigens hierfür konzipierten Programm „Aus alten Märchen wirkt es hervor mit Zauberhand“ ein überaus gelungenes A-cappella-Konzert. Das Duo „Fervore“ mit der Sopranistin Yoshie Kaneyasu und dem Gitarristen Ya‘qub Y. El Khaled setzte weitere glanzvolle Akzente, so dass diese kulturelle Begegnung wahren Höchstgenuss für die beeindruckten Zuhörer bot.

Die ausgewählten Werke haben durchaus auch in der heutigen Zeit das Potenzial, emotional zu berühren. Eine passende Einleitung gelang dem Duo Fervore mit „Auf einer Burg“.

Stimmgewaltig bis zart zurückhaltend erklang dann der Chor mit „Ungewitter“, beides von Robert Schumann. Bewegend und mit viel Tiefe sang der Chor „Vineta“ und „Darthulas Grabgesang“ von Brahms, umrahmt vom Duo mit „Die Stille“ und „Kennst du das Land“ von Louis Spohr.

Bezaubernde Lieder

Mit „Jäger und Nixe“ und dem „Jagdlied“ leitete der Chor über zu weiteren bezaubernden Liedern aus der Natur vom Duo „Fervore“, das Schuberts „Heideröschen“ und Mozarts „Veilchen“ mit einem ebenso wundervoll gesungenen japanischen Volkslied aus der Heimat der Sopranistin ergänzte.

Das Thema Wald mit bekannteren Werken, unter anderem der „Waldesnacht“ von Brahms und „Abschied vom Walde“ von Mendelssohn Bartholdy, leitete über zum letzten Kapitel des Abends.

Mit „Abendempfindung“ von Mozart, dem „Abendständchen“, „Die Nacht“ von Schubert und einigen weiteren Werken wechselten sich Duo und Chor ab, bis sich mit Schumanns „Gute Nacht“ auch Yoshie Kaneasu für das Solo in den Chor einreihte. Das Publikum war komplett begeistert, und als Zugabe verabschiedete sich Inselmut mit dem „Abendlied“ von Rheinberger.

Nuancenreich

Vogelzwitschern, ein warmer Sommerabend und die prächtige Aussicht von der Burg über das Taubertal ergänzten die Darbietungen der Akteure, die diesen Abend sichtlich auch genossen. Der Chor war konzentriert bei der Sache und setzte die nuancenreiche Gestaltung der Stücke von Chorleiter Gerhard Polifka versiert um. Dieser hat mit dem Gesamtkonzept einen echten Treffer gelandet und auch dem Chor alle klangliche Vielfalt entlockt. Bedauerlich, dass er ab Juli seine neue Stelle in Kaiserslautern antritt und deshalb eine neue Chorleitung gesucht wird.

Vollendete Perfektion

Das Duo „Fervore“ aus Würzburg bot echten Hörgenuss in vollendeter Perfektion und wird hoffentlich im Taubertal auch einmal wieder zu hören sein, so die Zuhörer. Die Gastgeber, Familie von Mallinckrodt, gaben der Musik hier einen stilvollen Rahmen. Weitere Konzerte mit dem Chor Inselmut auf der Gamburg könnte es auch in naher Zukunft wieder geben; hier waren sich Publikum und Veranstalter einig. anba