Werbach

Freiwillige Feuerwehr Werbach Großübung bei der Firma Rofa erfolgreich durchgeführt

Für den Ernstfall bestens gewappnet

Werbach.Die Freiwillige Feuerwehr Werbach wurde am Freitag gegen 17 Uhr mittels eines Übungsalarms zum Brandeinsatz bei der Firma Rofa alarmiert. Diese Übung war angekündigt, jedoch wurden der Einsatzort und das Einsatzobjekt nicht bekannt gegeben.

Starke Rauchentwicklung im Keller, mehrere Personen vermisst – so hieß es im Alarmstichwort der Leitstelle. Bereits vier Minuten nach Alarmierung waren die ersten Einsatzkräfte ausgerückt.

Innerhalb kürzester Zeiten waren die Abteilungen aus Gamburg, Niklashausen, Werbach und Wenkheim am Einsatzort eingetroffen. Die Feuerwehr Tauberbischofsheim unterstützte zudem den Einsatz mit ihrer Drehleiter.

Die Abteilung Werbach legte im vorderen Gebäudebereich zügig die Wasserversorgung zur Brandherdbekämpfung aus. Kurz darauf begannen bereits der erste Atemschutztrupp in den Kellerräumen mit der Brandbekämpfung und Personenrettung.

Das Szenario, geplant vom Werbacher Feuerwehrkommandant Andreas Fiederlein und dem Produktionsleiter der Firma Rofa, Stefan Nasser, hatte aber noch eine weitere Herausforderung an die Einsatzkräfte vorgesehen. Auch im hinteren Gebäudebereich der Firma, in dem das Rohwarenlager liegt, wurde Rauchentwicklung und eine vermisste Person gemeldet. Somit musste der Einsatzort in zwei Abschnitte unterteilt werden.

Die Wehr aus Niklashausen und das Team mit der Drehleiter aus Tauberbischofsheim wurden zum hinteren Gebäudeteil beordert, um hier parallel zum Einsatz im vorderen Gebäudebereich tätig zu werden. Es war äußerst schwierig für die Einsatzleitung, hier die Koordination der Einsatzgruppen zu gewährleisten. Ein weiteres Atemschutzteam verschaffte sich Zutritt zum Rohwarenlager und versuchte, bei dichter Rauchentwicklung die vermisste Person ausfindig zu machen. Beide Verletzten wurden zügig gerettet.

Nach fast einer Stunde ununterbrochenen Einsatzes von über 40 Feuerwehrkräften, acht eingesetzten Atemschutzgeräteträgern und sechs Feuerwehrfahrzeugen kam die Entwarnung. Die vermissten Personen wurden gerettet und alle Brandherde waren erfolgreich bekämpft worden.

Der ganze Einsatz fand unter aufmerksamer Beobachtung von Bürgermeister Ottmar Dürr, einigen Werbacher Gemeinderäten, dem Geschäftsführer von Rofa, Werner Ewald, dem technischen Leiter Stefan Nasser, dem Brandschutzbeauftragten Arno Stern statt.

Anschließend wurde in der Kantine der Einsatz analysiert. Ottmar Dürr bedankte sich bei den beteiligten Wehren für den vorbildlichen, ehrenamtlichen Einsatz. Er lobte das besonnene Vorgehen bei diesem, für die Werbacher Feuerwehr, ungewöhnlich großen Einsatz. Stefan Nasser bedankte sich ebenfalls bei den Feuerwehrleuten und sieht durch diese Übung gewährleistet, dass im Ernstfall Menschenleben gerettet und Sachschaden eingegrenzt werden kann. In der anschließenden Besprechung analysierten Kommandant Andreas Fiederlein und Abteilungskommandant Tino Holzhauer die Übung. Neben dem Lob für die Mannschaften wurden auch kritische Töne angeschlagen.

Die anstrengende Großübung fand einen harmonischen Ausklang bei einem gemütlichen Beisammensein mit zünftiger Brotzeit aller Beteiligten. ffw