Werbach

„die schul –Gedenkstätte Synagoge“ Lesung mit dem Schweizer Autor Thomas Meyer am Donnerstag, 17. Mai, um 19 Uhr

Irrungen bei der Liebe zu einer „Schickse“

Archivartikel

Wenkheim.Auf Initiative des Vereins „die schul – Gedenkstätte Synagoge Wenkheim“ kommt der Schweizer Autor Thomas Meyer am Donnerstag, 17. Mai, um 19 Uhr zu einer vergnüglichen Lesung in den Betsaal der ehemaligen Synagoge.

Mit im Gepäck hat der Autor seinen Bestsellerroman, über den jungen orthodoxen Mordechai Wolkenbruch und seinen Irrungen und Wirrungen auf dem Weg ins Liebesleben. Dieser humorvolle Roman stand 46 Wochen auf den Schweizer Bestsellerlisten und wurde inzwischen erfolgreich verfilmt.

Der junge orthodoxe Mordechai Wolkenbruch, kurz Motti, hat ein Problem: Als Student aus einer traditionell lebenden Familie verliebt er sich in eine „Schickse“, eine Nichtjüdin!

Allen mehr oder wenigen subtilen Vorschlägen seiner Mutter, doch innerhalb der Tradition zu ehelichen, verwirft er, da seiner Meinung nach alle Frauen, die ihm seine „Mame“ als Heiratskandidatinnen vorsetzt, aussähen wie sie selbst. Ganz im Gegensatz zu Laura, seiner hübschen Mitstudentin an der Universität Zürich – doch die ist eben leider eine „Schickse“. Im Mittelpunkt der Handlung steht zwar eine Liebesgeschichte, doch fordert deren doch ernster Hintergrund auf originell komische und moderne Weise eine Auseinandersetzung mit dem Clash von Kulturen und Religionen geradezu heraus.

Thomas Meyer gelang mit dem Roman eine wunderbare „Coming of Age-Geschichte“, die den Lesern einen Einblick in eine oft unbekannte Welt gewährt.

Burlesk, turbulent und deftig kommt sie daher und zeichnet sich gerade deshalb als eine sehr berührende Geschichte mit jiddischem Wortwitz und unwiderstehlichem Humor aus. Dies umso mehr, als der Autor die Hörer in seiner Lesung mitnimmt in ein Multi-Kulti-Sprachbad aus hochdeutsch, schwyzerdütsch und jiddisch. Eintritt wird erhoben.