Werbach

Sitzung des Neubrunner Gemeinderats Änderungen bei der Wasser- und Abwasserrechnung der Bürger ins Auge gefasst / Neue Sanitäranlagen für die Frankenlandhalle

Schwimmbad weist neuen Besucherrekord an einem Tag auf

Neubrunn.Der Markt Neubrunn verzichtet bereits seit Jahren auf die Unkrautbekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln. Mit den Nachbarortschaften wurde die Thematik stets diskutiert und verschiedene Geräte mit Heißwasser und Dampf getestet. Jedoch sind die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten hoch. Nun gibt es Geräte mit Infrarotstrahlung, die mit Gas betrieben werden. Die Ergebnisse sind positiv. Daher hat der Neubrunner Gemeinderat beschlossen, zwei Geräte dieser Art zu bestellen.

Die Möbel im künftigen Büro der Sachbearbeiterin der Kämmerei werden komplett ausgetauscht. Durch den Ausbau der defekten Schrankwand fehlt dann ein Stück des Bodenbelages. Der Gemeinderat beschloss, um eine Einheitlichkeit im Rathaus zu erhalten, nun denselben Bodenbelag wie im Bürgerbüro zu verlegen.

In der vergangenen Ratssitzung hat das Gremium die Tektur zur Baumaßnahme des Regenüberlaufbeckens IV im Grundweg Neubrunn beschlossen. Nun hat das Ingenieurbüro BRS sein Honorarangebot vorgelegt. Dieses beinhaltet die Leistungsphasen zwei bis neun sowie die örtliche Bauleitung. Der Gemeinderat billigt das vorliegende Angebot über gut 76 000 Euro brutto und beauftragt den Bürgermeister dieses zu unterschreiben.

Um die Kalkulation der Friedhofsgebühren durchführen zu können, benötigt die Verwaltung noch Festlegungen durch das Gremium. Der Rat legte fest, dass in Neubrunn die bestehenden Urnengräber um drei bzw. zehn Gräber erweitert werden sollen. Außerdem soll ein Urnengarten mit zwölf Grabstätten geschaffen werden. In Neubrunn werden zehn, in Böttigheim fünf Familiengräber freigegeben und dafür Urnengräber geschaffen. Die Anzahl der Grabstellen bei allen Grabarten wird unverändert weitergeführt.

Durch die Bürger wurden verschiedene Wünsche zur Wasser-/Abwasserabrechnung geäußert. Die aktuelle Satzung sieht vor, dass bei jedem Zähler mindestens zwölf Kubikmeter Abwasser/Jahr abgerechnet werden. Dies sei bei Grundstücken mit Kanalanschluss gerechtfertigt. Bei reinen Gartengrundstücken ohne Kanalanschluss solle künftig auf die Mindestabwassermenge verzichtet werden. Das Befüllen von Garten- und Fischteichen werde künftig nach Satzung abgerechnet. Ein Erlass der Abwassergebühr werde nicht mehr gewährt.

Die aktuelle Satzung sehe laut Rathauschef Abzugsmengen bei der Abwassergebühr je Großvieheinheit vor. Dies habe zur Folge, dass eventuell keine Abwassergebühr für das ganze Grundstück anfällt. Es werde eine Formulierung aus der Mustersatzung eingefügt, die eine Untergrenze vorsehe. Für die Nutzung von Wassermengen aus Eigengewinnungsanlagen würden bei fehlendem Zähler Pauschalen für die Abwassergebühr angerechnet. Diese Pauschale werde teilweise als hoch empfunden. Nachdem hier bei der Abrechnung ein erhöhter Aufwand in der Verwaltung nötig sei, bleibe die Pauschale bestehen. Ein Zähler dürfe aber eingebaut werden. Diese Regelungen sollen in die nächste Satzung eingearbeitet werden.

Durch den ersten und zweiten Bürgermeister wurde mit den Ortsvereinen aus Böttigheim besprochen, welche Tätigkeiten im Rahmen der Sanierung der Frankenlandhalle durch die Vereine durchgeführt werden können, um die Gemeinde finanziell zu entlasten.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass die Auswertung des vorläufigen Gutachtens zum Neuerlass der Mieterschutzverordnung vorliege. Dieser informiere über den angespannten Wohnungsmarkt.

Zudem sei das Planungsbüro Zinser in der Frankenlandhalle war wegen der Ausstattung der Sanitäranlagen gewesen. Es sollen weiße Waschtische, Toiletten, Klopapierhalter und Klobürsten angeschafft werden. Außerdem seien sensorgesteuerte Waschtischarmaturen einzubauen, damit alle 72 Stunden die Leitungen gespült würden. Anstelle der 5-Liter-Heißwasserspeicher im Erste-Hilfe-Raum und im Personal-WC werden kleine Durchlauferhitzer eingebaut. Zudem sei eine Enthärtungsanlage (ohne Salz) notwendig.

Das Schwimmbad sei soweit in Betrieb ist. Das Sonnensegel und die Rutsche seien installiert, die Haken angebracht. Mittlerweile sei der Besucherzahlenrekord vom Sommer 2003 an einem Tag (730 Besuchern) eingestellt wurde. Der Spitzenwert habe bei 1100 gelegen. Darüber hinaus habe der Kioskpächter nach dem Schwimmbadfest eine Spende von 500 Euro an die Gemeinde übergeeben. Die Dächer des Technik- und Kioskgebäudes im Schwimmbad seien undicht. Es würden, teilte der Bürgermeister mit, Angebote zur Sanierung eingeholt, damit noch vor dem Winter mit den Arbeiten begonnen werden könne. ank