Werbach

Geschichts- und Kulturverein Michl Zirk war zu Gast in Niklashausen

Über „Pfeiferhannes“ erzählt

Archivartikel

Niklashausen.„Michl Zirk ist ein professioneller Erzähler“, waren sich die Zuhörer bei seinem Auftritt im voll besetzten Biergarten des Gasthauses „Zum Hirschen“ einig. Nachdem er die Geschichte des „Pfeiferhannes“ schon oft erzählt hat, war sich der Vorstand des Geschichts- und Kulturvereins „Der Pfeifer“ überzeugt, dass er dies auch am Ort des Geschehens tun müsse. Und er tat es hervorragend.

Seine Stimme und lebhafte Gestik zogen die Zuhörer in ihren Bann. Im unterfränkischen Dialekt erzählte er die Geschichte aus der Sicht eines alten Wagners, der sich durch die Thesen von Martin Luther an die Geschehnisse in seiner Jugend, als er mit Hans Böhm Schafe hütete, erinnert. Ulrich Ponkratz von der Nürnberger Schembart-Gesellschaft unterstützte die Erzählung mit der Sackpfeife mit wimmernden, brummenden, aber auch kreuzfidel lustigen Tönen.

Nachdem die Wallfahrtskapelle St. Maria, vor der der Pfeifer seine Predigten hielt, mit einem Bann belegt und eingerissen wurde, hatte man 42 Jahre nach dem Geschehen den Bau einer neuen Kirche erlaubt. In Niklashausen wird die Grundsteinlegung des „kleinen Doms im Taubertal“ vor 500 Jahren am 29. und 30. Juni gefeiert. madü