Werbach

Gemeinderat Zwei Aufträge zur Realisierung der Feuerwehrbedarfsplanung in der Sitzung am Dienstag vergeben

Umsetzung soll nach und nach erfolgen

Archivartikel

Werbach.Die Feuerwehrbedarfsplanung soll nach und nach umgesetzt werden. Die ersten Schritte dafür unternahm der Werbacher Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag im Rathaus, als es um die Vergabe von zwei Aufträgen ging.

Einhellig wurde der Vergabe für eine neue Abgassauganlage im Feuerwehrhaus Werbach zugestimmt. Der Auftrag ging an die Firma E. Schumm, Schwabach, in Höhe von gut 8000 Euro brutto. Eingeschlossen sei der Ausbau der alten und der Einbau der neuen Anlage.

Gelder bereit gestellt

Beim Erstellen des Feuerwehrbedarfsplans wurde festegestellt, dass die bestehende Anlage nicht mehr den Vorschriften entspricht, informierte Bürgermeister Ottmar Dürr. Im Zuge der Haushaltsberatungen sei vom Gremium beschlossen worden, Gelder für eine neue Anlage einzustellen. Der stellvertretende Feuerwehrhauptkommandant Christian Ries hatte in dieser Angelegenheit entsprechende Angebote eingeholt. Wie Kommandant und Ratsmitglied Andreas Fiederlein auf Nachfrage aus dem Gremium erklärte, sei die alte Einrichtung nicht mehr zulässig. Die neuen Richtlinien schreiben zwingend eine mitfahrende Anlage vor.

Die Ausstattung sei Vorschrift und auch sinnvoll, doch sollten die Feuerwehrkameraden auch dafür sensibilisiert werden, sie zu nutzen, erklärte Gemeinderat Philipp Bopp.

Zu einer kontroversen Diskussion kam es bei der Vergabe der feuerwehrtechnischen Beratung bei der geplanten Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs (TSF-W) für die Freiwillige Feuerwehr Gamburg im kommenden Jahr. Letztlich stimmte das Gremium mit acht Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und drei Gegenstimmen für die Vergabe der feuertechnischen Beratung an die Agentur Kahle, Stuttgart, zum Angebotspreis von 5712 Euro, inklusive Mehrwertsteuer.

Für die Beschaffung des neuern Fahrzeugs für die Gamburger Wehr seien in die Finanzplanung entsprechende Mittel aufgenommen worden. Ein Antrag auf Bezuschussung sei im Januar dieses Jahres im Landratsamt eingereicht worden. Hier rechne man mit einem positiven Bescheid, wie Bürgermeister Dürr weiter erklärte.

Seit über einem halben Jahr arbeite man intensiv an der Beschaffung des neuen Fahrzeugs. Inzwischen seien schon zwei Ordner mit diversen Unterlagen und Akten gefüllt, verwies Kommandant Fiederlein darauf, dass die Anschaffung sehr komplex sei und jede Menge an Vorgaben einzuhalten und zu beachten seien.

Fachberater hinzuziehen

„Wir können die Ausschreibung nicht allein handhaben, wir kennen nicht alle Vorschriften und dürfen uns keine Fehler erlauben“, so Fiederlein. Alles, was man jetzt falsch mache bei der Bestellung, würde später die Feuerwehr zu spüren bekommen. Deshalb sei es sinnvoll, Fachberater hinzuzuziehen, denn die Ausschreibung müsse fachlich richtig erfolgen und die Umsetzung überwacht und überprüft werden.

Neben Albrecht Rudolf monierte unter anderem auch Hans-Peter Stauder, dass man über 5000 Euro an Beratungskosten bei der Anschaffung des neuen Fahrzeugs auf den Tisch legen müsse. Ihrer Meinung nach gäbe es im Landkreis sicherlich ähnliche Fahrzeuge, wie das für Gamburg vorgesehene. Hier könne man doch auf deren Unterlagen zurückgreifen.

Wie Fiederlein erklärte, werde jedes Fahrzeug ganz spezifisch für jede Kommune und ihre Gefahrenpotenziale angeschafft. Sicherlich sei eine Normbeladung und Ausstattung der Fahrzeuge vorhanden, doch würden die Autos auch für unterschiedlichste Konzeptionen ausgebaut. Fiederlein bekräftigte nochmals, dass man vor allem für die korrekte Ausschreibung des Auftrags, die Überwachung und Überprüfung dringend Experten benötige, weil man das selbst nicht leisten könne. „Beim kleinsten Fehler sind sonst wir in der Plicht“, so der Kommandant. ber