Werbach

Gemeinderat Forsteinrichtung und Rattenplage beschäftigte das Gremium ebenso

Viele Einsatzgebiete für den Bürgerbus

Neubrunn.Mit der Rattenbekämpfung in der Kanalisation hatte sich der Neubrunner Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung zu beschäftigen.

Bekämpfungsmöglichkeit

Petra Fürbeck von der Firma ball-b stellte dem Gremium ihr Produkt zur Rattenbekämpfung vor. Es handelt sich um eine Köderschutzbox, die im Kanalschacht montiert wird. Durch eine spezielle Vorrichtung verschließe sich die Box bei steigendem Wasser, so dass in sie keine Feuchtigkeit eindringen könne. Sobald der Wasserstand wieder sinke, öffne sich die Box wieder und der Köder sei für die Ratten wieder zugänglich. Somit sei auch sichergestellt, dass bei Verwendung von Giftködern kein Gift durch Wassereintritt ausgespült werde.

Dieses System entspreche den neuesten gesetzlichen Vorgaben, hieß es. Im Deckel der Box befände sich ein Bewegungsmelder, der das Eintreten der Ratten zählt. Mittels eines Lesegerätes würden die Daten abgerufen und könnten dann als Protokolle am Computer gesichtet werden. Je nach Bedarf könne die Box mit unterschiedlichen Ködern bestückt werden.

Ein weiterer Vorteil dieses Systems sei die Verbesserung der Arbeitssicherheit, betonte die Fachfrau. Eine Bestückung sei von außen möglich, die Datenablesung erfordere keine Schachtöffnung.

Der Gemeinderat Neubrunn wird sich in einer der nächsten Sitzungen mit der Beschaffung befassen und dann das anzuschaffende System wählen. Die Forsteinrichtung des Gemeindewaldes hat eine Laufzeit von 20 Jahren und läuft Ende 2018 aus. Sie stellt die mittelfristige Forstbetriebsplanung dar, die regelt was und wieviel in einem Jahr geschlagen werden darf. Aufgrund der noch laufenden Waldbereinigung in Böttigheim seien die Eigentumsverhältnisse noch nicht eingetragen, hieß es in der Sitzung. Dies werde nach Mitteilung des Amtes für ländliche Entwicklung noch rund zwei Jahre in Anspruch nehmen. Deshalb beschloss der Gemeinderat, die Forsteinrichtung noch bis Ende 2020 laufen zu lassen. Der Bebauungsplan „Schlossberg“ ist aufgrund seines Alters nicht mehr zeitgemäß und entspricht nicht mehr den heutigen Bauwünschen und Vorstellungen der Bauwilligen. Daher beschloss der Gemeinderat auf Anraten des Landratsamtes, den Bebauungsplan „Schlossberg“ aufzuheben.

Zukünftige Bauvorhaben werden dann planungsrechtlich nach den Kriterien von „Bauen im unbeplanten Innenbereich“ beurteilt. Das bedeutet, dass ein Vorhaben dann zulässig ist, wenn es sich in Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen muss, hieß es. Der alte Mulchmäher ist defekt, daher muss ein neuer beschafft werden. Den Auftrag erhält die Firma Ewald Kaufmann, Böttigheim. Für den Bauhof wird ein Hochdruckreiniger angeschafft. Den Zuschlag erhält ebenfalls die Firma Ewald Kaufmann, Böttigheim.

Barrierefreie Bushaltestelle

Der Marktgemeinderat beschloss das Ingenieurbüro BRS Marktheidenfeld mit den Leistungsphasen 5 - 9 der Maßnahme „Errichtung einer barrierefreien Bushaltestelle in Böttigheim“ zu beauftragen.

Der Marktgemeinderat diskutierte über die möglichen Einsatzgebiete des geplanten und bestellten Bürgerbusses. Als erste Eckpunkte einigte sich das Gremium auf die ÖPNV-Anbindungen nach Wertheim und Tauberbischofsheim. Hier sind noch Konzessionsfragen zu klären. Zudem wird über Arztfahrten von Böttigheim nach Werbach an fixen Tagen nachgedacht. Fahrten im Gemeindegebiet sollen als Rufbus angeboten werden. Hierzu soll mit den Fahrern Kontakt aufgenommen werden, um deren Einsatzzeiten abzufragen. ank