Werbach

Am 10. Juni

Vortrag über die Barbarossa-Fresken

Archivartikel

Gamburg.Die heute in Europa einzigartigen „Barbarossa-Fresken“ auf der Gamburg ob der Tauber wurden vom 1219 verstorbenen Edelfreien Beringer dem Jüngeren von Gamburg in Auftrag gegeben und gelten als die einzig erhaltenen Original-Ausmalungen eines Rittersaales und die ältesten weltlichen Wandmalereien nördlich der Alpen. Im Jubiläumsjahr 2019 bietet die Eigentümerfamilie von Mallinckrodt daher zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema „800 Jahre Barbarossa-Fresken“ an.

Auf drei Wänden zeigen die bis zu fast vier Meter hohen Malereibefunde Szenen des Kreuzzugs Kaiser Barbarossas. Außergewöhnlich frühe deutsch-lateinischen Inschriften benennen außerdem den Würzburger Bischof und ehemals kaiserlichen Kanzler Gottfried von Spitzenberg, einen der Hauptprotagonisten dieses Kreuzzugs, der sogar einen Augenzeugenbericht von seiner Reise hinterlassen hat.

Der Kunsthistoriker und Illustrator Goswin von Mallinckrodt wird am Jahrestag des Todes Kaiser Barbarossas, am 10. Juni, im Rittersaal einen Vortrag zur kunst- und kulturhistorischen Bedeutung der Barbarossa-Fresken halten.

Dazu wird Hans-Georg von Mallinckrodt, der die Malereien 1986 entdeckte, Passagen aus den Augenzeugenberichten des dargestellten Kreuzzugs vorlesen. So werden die Fresken während der Lesung sozusagen als dritte Augenzeugenerzählung dienen und die beiden Texte illustrieren.

Musikalisch begleitet wird dies von mittelalterlichen Weisen, die von Andrea Baumann und dem Gamburger „Burgbarden“ Michael Schmitt gesanglich wie instrumental vorgetragen werden.