Werbach

Angelsportverein Im Rahmen der Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen / Igor Wilms ist seit einem Vierteljahrhundert Mitglied

Wolfram Nohe zum neuen Fischerkönig gekürt

Werbach.Mit dem Totengedenken an Peter Kargerbauer eröffnete Vorstandssprecher Winfried Wamser die Jahreshauptversammlung des Angelsportvereins Werbach.

Im Anschluss verlas Schriftführer Emil Spinner das Protokoll der letzten Hauptversammlung. Wamser begann den Tätigkeitsbericht des Vorstandes. Das Vereinsjahr hatte mit der Gewässerreinigung begonnen, die gemeinsam mit dem Ortschaftsrat am Tag der Umwelt durchgeführt wurde. Er berichtete von den gemeinsamen Angelveranstaltungen, die mit dem Anangeln begonnen hatten. Außerdem wurden Aalangeln, Pokalangeln, Raubfisch-Hegefischen sowie das Abangeln durchgeführt. Die Teilnahme sei wie immer eher durchwachsen gewesen. Er appellierte an die Aktiven, hier teilzunehmen, da diese Veranstaltungen auch der Kameradschaft dienten.

Im Anschluss erläuterte er die Besatzmaßnahmen. Neben Schleien und Bachforellen hatte die Fischereigenossenschaft als Reaktion auf die schlechte Rückfangquote 4500 Forellenbrütlinge eingesetzt. Im Oktober hatte man dann noch Äschen und Hechte besetzt. Auch wurden im Vereinsgewässer Welzbach wieder Brutröhren mit Eiern ausgesetzt, von denen etwa 90 Prozent geschlüpft seien. Dies verspreche den größten Erfolg, da diese Fische widerstandsfähiger seien. Er verwies darauf, dass der Betrag für Fischbesatz vorgegeben sei und man diese Kosten nicht reduzieren könne.

Es waren deutlich weniger Tageskarten als im Vorjahr verkauft worden, was aber für die anderen Tauber-Abschnitte auch gelte. Wamser machte deutlich, wie wichtig ein gutes Verhältnis zu den Landwirten sei und rief die aktiven Angler auf, die Uferwiesen nicht zu befahren. Seinen Bericht beendete er mit der Erinnerung an das anstehende Fischerfest und betonte, dass ohne dieses die laufenden Kosten für Versicherung, Verband und Fischbesatz nicht zu stemmen seien.

Willi Fürter verlas im Anschluss seinen Kassenbericht. Den Einnahmen durch Beiträge, Jahres- und Tageskarten standen die Ausgaben für Pacht und Besatz, Miete sowie Beiträge für Fischereiverband, -genossenschaft und Versicherungen gegenüber.

Da das alle zwei Jahre stattfindende Fischerfest erst wieder 2019 ansteht, hatte man 2018 ein leichtes Minus zu verzeichnen. Auch Fürter unterstrich die Wichtigkeit des Fischerfestes.

Die Kassenprüfer Werner Meder und Philipp Bopp hatten die Kasse geprüft und bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung.

Es folgte das Grußwort von Bürgermeister Ottmar Dürr. Dieser zeigte sich erfreut über die Aktivitäten des Vereins. Neben den schönen Stunden, welche die Angler zweifellos am Wasser erlebt hätten, hätten sie auch viel für die heimische Umwelt getan. Er freue sich schon auf das kommende Fischerfest, das im Jahresplan der Gemeinde einen festen Platz habe. Er dankte allen Mitgliedern und dem Vorstand für ihren Einsatz und führte die Entlastung desselben durch, die einstimmig gewährt wurde. Anschließend führte Vorstandsmitglied Erich Meyer die Ehrung der Vereinsmeister und langjährigen Mitglieder durch. Igor Wilms wurde für 25-jährige Mitgliedschaft mit Urkunde und Nadel geehrt. Vereinsmeister wurde in diesem Jahr erstmals Wolfram Nohe, dieser wurde mit der Fischerkette belohnt. Zweiter und dritter Vereinsmeister wurden Thomas Wamser und Alois Kuhnmünch.

Meyer gab noch die Ergebnisse der weiteren Vereinsangeln bekannt und verlas die anstehenden Termine im kommenden Jahr. Er erinnerte an die Anfänge des Fischerfestes, das von Hanno Herold initiiert worden war und verknüpfte seinen Dank für die Hilfe 2017 mit der Hoffnung auf ähnliche Beteiligung 2019.

Unter dem Punkt Wünsche und Anträge wurde die Biberproblematik im Welzbach diskutiert. Hier herrschten teils chaotische Zustände und keiner wisse, ob ein im Bach befindlicher Reisighaufen eine Biberburg oder nur angeschwemmt sei. Bürgermeister Dürr versprach, Kontakt mit dem Biberbeauftragten aufzunehmen.

Christian Herold berichtete als Vorsitzender der Tauberfischereigenossenschaft von deren aktuellen Plänen und anstehenden Maßnahmen. Man befasse sich aktuell mit Möglichkeiten der Kormoranvergrämung.

Außerdem unterstütze die Genossenschaft ihre Mitglieder finanziell beim Kauf von Forellenlaich für Brutröhren. Es sei auch eine unbedingte Wallerentnahmepflicht festgelegt worden.

Man beschäftige sich derzeit mit der Wiederansiedlung der Rutte, die Kennern auch als Süßwasserdorsch mit exzellentem Geschmack bekannt sei. Abschließend dankte er dem Verein für die jederzeit gute Zusammenarbeit und betonte, dass man stets auch am Feedback der Mitglieder interessiert sei.

Wolfram Nohe schlug vor, ein Wallerangeln in den Reigen der Vereinsaktivitäten aufzunehmen. Birgit Hörner wollte wissen, warum auf den Fanglisten zwischen männlichen und weiblichen Forellen unterschieden werde.

Dies habe mit dem Übermaß an weiblichen Forellen zu tun, welches man auf Hormon- bzw. Medikamentenrückstände im Wasser zurückführe, erklärte Gewässerwart Thomas Mohr.

Nach der Abgabe der Fanglisten schloss Winfried Wamser die Versammlung mit Dank an alle und der Hoffnung auf ein gutes Angeljahr 2019. asv