Wertheim

Ortsentwicklung Ausschuss spricht sich für Bereitstellung von 1,23 Hektar für Einfamilienhäuser aus

16 Bauplätze für Mondfeld

Wertheim.In Mondfeld gibt es aktuell keine freien, kommunalen Bauplätze mehr. Da jedoch Bedarf entsteht – Ortsvorsteher Eberhard Roth nannte acht bis zehn Anfragen Bauinteressierter – hat der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt in seiner Sitzung am Montagnachmittag dem Gemeinderat bei einer Enthaltung empfohlen, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Neubaugebiet zu schaffen.

Der Ortschaftsrat hatte sich zuvor bereits mehrheitlich für das Vorhaben ausgesprochen.

An Wohngebiet anschließen

Das Baugebiet soll an das bestehende Wohngebiet „Breitgewann und Unterer Sand“ am östlichen Rand Mondfelds anschließen und auf rund 1,23 Hektar Platz für 16 Bauplätze bieten, die nach Bedarf abschnittsweise erschlossen werden sollen. Die Flächen befinden sich noch nicht komplett im Besitz der Stadt.

Bisher ist das Gebiet landwirtschaftlich genutzt, so dass der Flächennutzungsplan in einem Bauleitplanverfahren entsprechend geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden müsste.

Diskutiert wurde im Bauausschuss vor allem über die Notwendigkeit neuer Bauplätze: Hubert Sadowski (FBW) und Richard Diehm (Grüne) stellten die Frage nach Leerständen und freien Grundstücken im Altort.

Ortsvorsteher Roth erklärte daraufhin, dass Mondfeld vor zwei Jahren für das Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ vorgesehen war und zur gleichen Zeit das Neubaugebiet erweitert werden sollte.

Da dies damals jedoch nicht gleichzeitig zuschussfähig war, habe sich die Ortschaft vom Sanierungsprogramm zugunsten eines Neubaugebiets zurückgezogen.

Laut Baudezernent Armin Dattler sind leerstehende Hofreiten in allen Wertheimer Ortschaften nicht das Problem. Es gehe darum, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen. Denn: Einige Familien wollten schlicht kein altes Haus sanieren, sondern neu bauen. Innerörtliche Potenziale würden im Rahmen des Bebauungsplans mit aufgenommen.

Flächen gewinnen

Diehm forderte, stärker auf die Besitzer alter Scheunen und nicht bebauter Grundstücke zuzugehen, um diese zum Verkauf zu bewegen.

„Da könnten wir unsere Aufgabe besser machen“, schätzte er die Situation ein. Dem widersprach Dattler. In nahezu allen Ortschaften wurde das Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ durchgeführt und dann in ein Sanierungsgebiet überführt.

Das Liegenschaftsamt frage zudem in den Ortschaften regelmäßig ab, ob neue Leerstände dazugekommen sind, ergänzte Ortsvorsteher Roth. In Mondfeld gebe es einige wenige Grundstücksbesitzer, die partout keine Wohnbebauung wollten. Da jedoch die Nachfrage nach Baugrund da sein, stehe man entsprechend unter Druck. kab