Wertheim

Freibad in den Christwiesen Die vorbereitenden Arbeiten sind erledigt, so dass sich Schwimmer und Planscher auf den Saisonstart am Sonntag freuen können

50 000 Euro für ungetrübten Badespaß

Mit den warmen Temperaturen steigt die Vorfreude auf einen Freibadbesuch. Im Bestenheider Schwimmbad warten einige Neuerungen auf die Gäste.

Bestenheid. Bereits seit Mitte März laufen im Freibad in den Bestenheider Christwiesen die Vorbereitungen für die Sommersaison. Am Sonntag, 12. Mai, um 9.30 Uhr öffnet es wieder seine Tore. Bis zum 31. August besteht jeweils bis 20 Uhr die Möglichkeit zum Schwimmen, bis zum 9. September – wegen der früheren Dunkelheit – dann bis 19 Uhr.

Am heutigen Mittwoch können von 11 bis 17 Uhr Saisonkarten bereits vorab an der Freibadkasse gekauft werden. Wie Schwimmmeister Ingo Ortel im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten erklärte, spare man sich damit nicht nur langes Anstehen. Im Vorverkauf gibt es, je nach Saisonkartenart, zwischen fünf und zehn Prozent Rabatt im Vergleich zum Regelpreis.

Insgesamt wurden vor dem Saisonstart weit über 50 000 Euro investiert, um Sanierungen vorzunehmen und neue Angebote zu schaffen.

Eine große Änderung gibt es beim Kleinkindbecken. Die Steine am Felsen waren im Laufe der Jahre spröde und glatt geworden, so dass Kinder abrutschten. Um die Unfallgefahr abzustellen, wurde der Felsen entfernt. An seiner Stelle steht jetzt ein neues Wasserspielgerät, das sich an Kinder ab vier oder fünf Jahren richtet. „Eltern sollten ihre Kinder beim Spielen im Becken immer im Blick haben“, mahnt Ortel.

Für eine höhere Sicherheit der Badegäste im Nichtschwimmerbecken sorgt ein neuer Aufsichtsturm zwischen Riesentrampolin und Wellenrutsche. Damit sei eine bessere Bewachung des Badebetriebs möglich. „Wir haben von oben eine bessere Übersicht über die Wasserfläche, so können wir gefährliche Situationen schneller erkennen.“ Zur Verbesserung der Sicherheit gehört auch die Erneuerung von Teilen des Kamerasystems im Kassenbereich und am Schwimmerbecken.

Aber auch außerhalb des Wassers wurde viel für den Wohlfühlfaktor getan. Die alten Sitzbänke wurden durch neue ersetzt und für die Liegen am Nichtschwimmerbecken wurden drei Sonnenschirme angeschafft. Die Sparkasse Tauberfranken spendete zudem einen großen Tischkicker für das Bad. Auch hinter den Kulissen wurde einiges investiert. So waren in diesem Jahr Fliesenarbeiten im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken in größerem Umfang nötig.

Die letzte umfassende Sanierung erfolgte 1993. „Die Bausubstanz leidet im Laufe der Jahre unter der Witterung“, so der Betriebsleiter. Zudem wurden der Filterkies und die Filterdüsen von drei Filtern des Wasserkreislaufs für das Nichtschwimmerbecken erneuert. Dadurch verbessert sich die Wasserqualität. Angeschafft wurde auch ein neuer Beckenbodensauger, der automatisch den Boden unter Wasser reinigt.

Verabschiedet hat man sich vom bereits 2002 ausgedienten Kassensystem. Laut Ortel ist es fast schon ein Museumsstück. Seit über 50 Jahren hatte der alte Kartenhalbautomat den Kassenraum geziert. Im Jahr 2002 wurde er außer Betrieb genommen und das Freibad erhielt ein Kassensystem mit Personalkasse. Ganze 16 Jahre später habe man sich endlich entschieden, das Wunderwerk der Mechanik herauszureißen und zu entsorgen, so Ortel.

Zu Beginn der Saison können sich die Gäste im Schwimmerbecken auf Wassertemperaturen von 22 bis 23 Grad freuen. Beheizt wird das Becken über die Wärmepumpe. Im Schwimmerbecken, das durch die Kraft der Sonne erwärmt wird, werden es am Anfang, je nach Witterung, frische 16 bis 20 Grad sein.

Ortel und sein Team hoffen nun auf einen tollen Sommer mit vielen Badegästen, so dass man die 70 000 Besucher der letzten Freibadsaison übertreffen wird. Im vergangenen Jahr war das Wetter sehr durchwachsen.

Ständiger Begleiter der Vorbereitungsarbeiten sind die tierischen Freibadbewohner. So hat ein Entenpärchen das Bad zu seinem Zuhause erklärt. Auch Nil- und Wildgänse fühlen sich überaus wohl auf dem gelände. „Aktuell kann man deren spannenden Machtkämpfe beobachten“, freute sich Ortel über die tierischen Eindrücke.