Wertheim

„Aktion Regenbogen“ Verein feiert sein 15-jähriges Bestehen mit einem ökumenischen Dankgottesdienst am Samstag, 18. Mai

750 000 Euro für kranke Kinder gesammelt

Wertheim.Das 15-jährige Bestehen des Vereins „Aktion Regenbogen für leukämie- und tumorkranke Kinder Main-Tauber“ wird mit einem ökumenischen Dankgottesdienst gefeiert, der am Samstag, 18. Mai, um 18 Uhr in der St. Georg Kirche in Reicholzheim beginnt. Pater Joachim Seraphin und Pfarrer Ortwin Engler werden ihn halten, die Chöre „Klangfarben“ aus Reicholzheim und „Maranatha“ aus Buchen sind mit von der Partie. In die Geschichte des Vereins blickt Michael Bannwarth, einer der Vorsitzenden, zurück und Professor Dr. Paul Gerhard Schlegel vom Universitätsklinikum Würzburg spricht ein Grußwort.

Ein geselliges Beisammensein im benachbarten Winzerkeller im Taubertal schließt sich an. Auch dabei wird über die Arbeit der „Aktion Regenbogen“ informiert und vor allem darüber, wie die von dem Verein gesammelten Spendengelder verwendet wurden und werden.

Auch wenn der Verein jetzt seinen 15. Geburtstag feiert, die Geschichte, die dahintersteckt, reicht noch einmal zehn Jahre weiter zurück, erinnern die Vorstandsmitglieder Brigitte Gläser, Regina Schmidt und Rüdiger Schulze. Der Reicholzheimer Narren Club (RNC) initiierte 1995 den ersten „Bunten Abend“, dessen Erlös leukämie- und tumorkranken Kindern der Station „Regenbogen“ an der Universitätsklinik Würzburg zugute kam. Brigitte Gläser übernahm die Schirmherrschaft, 500 Gäste kamen. Als man später den Erlös, nach heutiger Währung mehr als 10 000 Euro, in Würzburg übergab, starb auf der Station „Regenbogen“ ein Kind. Davon tief betroffen beschloss man, dass die Unterstützung fortgesetzt werden sollte. Seither gab es bislang zehn „Bunte Abende“.

Weitere Aktionen kamen hinzu, wie „Entenrallyes“ bei jedem fünften Altstadtfest oder der „Kürbisschnitztag“. In Geschäften, Gaststätten und Cafés wurden Boxbeutel für Spenden aufgestellt. Vor 15 Jahren wurde dann der Verein gegründet. Längst liegt die Spendensumme weit im sechsstelligen Bereich. Brigitte Gläser spricht von gut 750 000 Euro, die durch den Verein bislang an die Universitätsklinik weitergeleitet werden konnten – ungekürzt, denn die Vorstandsmitglieder tragen anfallende Kosten selbst.

Unterstützung ausgeweitet

Zwischenzeitlich wird nicht mehr „nur“ die onkologische Station „Regenbogen“, sondern auch die Stationen „Schatzinsel“ in der Stammzelltransplantation und „Leuchtturm“ in der onkologischen Tagesklinik des Universitätskrankenhauses unterstützt. Zudem wurden 350.000 Euro an Personalkosten zur Realisierung verschiedener Forschungsprojekte übernommen. Anfang des Jahres wurden zwei Lasergeräte zur Verbesserung der Behandlung der durch die Chemotherapie angegriffenen Mundschleimhäute der Patienten angeschafft. Die Kosten für die Klimatisierung des Behandlungsraumes in der Tagesklinik haben sich der Verein und das Krankenhaus je zur Hälfte geteilt. ek