Wertheim

Am Amtsgericht verhandelt

Ölspur als Ausrede für Unfall benutzt

Wertheim.Am Amtsgericht Wertheim war in einem Ordnungswidrigkeits-Verfahren die entscheidende Frage, ob ein Mercedes an der Kreuzung Spessartbrücke wegen einer Ölspur oder zu schnellen Anfahrens bei Grün in die Leitplanke fuhr. Der junge Fahrer war im November bei Dunkelheit in der Bismarckstraße, Richtung Bestenheid, unterwegs. Gleich nach der Kreuzung brach in der Linkskurve das Heck des Autos aus und krachte an die Leitplanke. Vor Ort sagte der Fahrer der Polizei, er habe die Kontrolle über den Wagen verloren.

In der Verhandlung meinte der Student, dass sich auf der Straße Öl befundenhabe. Das bestätigte die Polizei nicht. Sie geht davon aus, dass der Wagen bei regennasser Straße zu schnell gewesen ist. Für eine Ölspur als Ursache gibt es keine Anhaltspunkte. Das sah auch die Richterin so. Der Verteidiger nahm den Einspruch seines Mandanten gegen den Bußgeldbescheid zurück.

Der Student zahlt nun wegen Fahrens mit nicht angepasster Geschwindigkeit 145 Euro Bußgeld und erhält im Flensburger Fahreignungsregister seinen ersten Punkt. Zudem muss er damit rechnen, zur Nachschulung verpflichtet zu werden. Die Kosten, rund 500 Euro, muß der Mann selbst tragen. goe