Wertheim

Länderübergreifende Polizeikontrolle Zahlreiche Busse auf dem Autohof Bettingen unter die Lupe genommen/ hohe Trefferquote

Überprüfungen führen zu Festnahmen

Archivartikel

Immer wieder kontrolliert die Polizei Reisebusse. Bei einer konzertierten Aktion konnten die insgesamt 43 Beamten zahlreiche „Treffer“ verbuchen und Verhaftungen vornehmen.

Bettingen. Fünf Stunden lang haben Beamte des Verkehrskommissariats Tauberbischofsheim in einer länder- und behördenübergreifenden Aktion mit den Verkehrspolizeiinspektionen Würzburg und Schweinfurt und dem Hauptzollamt Heilbronn Reisebusse an der A 3 im Bereich Wertheim auf dem Autohof in Bettingen kontrolliert.

Unterstützt wurden sie hierbei von Beamten der Verkehrspolizeidirektion Weinsberg, Außenstelle Künzelsau, Polizeihundestaffel sowie Beamte der Gewerbeaufsicht des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis. Insgesamt waren 43 Beamte der vorgenannten Organisationen eingesetzt.

Ein Hauptaugenmerk hatten die Beamten dabei auf Fernbuslinien und Reisebusse. Bei der Kontrolle wurden zwölf ausländische Busse, darunter Fahrzeuge aus Polen, Rumänien, Tschechien, Niederland, Serbien, Griechenland, Ungarn und neun deutsche Busse einer Überprüfung unterzogen. Das Fahrpersonal und die 450 internationalen Fahrgäste und mitgeführtes Gepäck wurden eingehend kontrolliert.

Mit Haftbefehl gesucht

In einem rumänischen Bus wurde ein 42-jähriger Rumäne überprüft, der mit Haftbefehl zur Verbüßung einer Freiheitsstrafe gesucht wurde. Der Haftbefehl wurde direkt vollstreckt und die Person kam direkt in die Justizvollzugsanstalt nach Adelsheim. Eine sich in Deutschland illegal aufhaltende weibliche Person wurde in einem serbischen Bus aufgegriffen. Sie kam, wie die Ermittlungen ergaben über mehrere Stationen von Äthopien, Italien aus Eritrea nach Deutschland.

Des weiteren erhielt ein weiblicher Fahrgast einer Fernbuslinie eine Anzeige wegen Besitz einer Kleinmenge von Marihuana und Amphetamin. Die anschließende Durchsuchung mit Rauschgifthunden führte jedoch nicht zum Auffinden weiterer Betäubungsmittel.

Verstöße gegen Lenkzeiten

Bei sieben Bussen wurde das Fahrpersonal wegen Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten und gegen das Personenbeförderungsgesetz angezeigt. Drei Busse wurden wegen technischer Mängel, wie beschädigter Frontscheibe und Sicherheitsvorkehrungen beanstandet. Von dem ausländischen Fahrpersonal wurden hierbei Sicherheitsleistungen von rund 2000 Euro einbehalten.

Die deutschen Busfahrer und Busunternehmer wurden bei den zuständigen Behörden zur Anzeige gebracht. Zollbeamte erhoben von drei ausländischen Reisebusunternehmen vor Ort die noch zu entrichtende Personenbeförderungssteuer in Höhe von rund 300 Euro und vollstreckten eine erforderliche Grenzsteuer in Höhe von 97 Euro.

Aufgrund der hohen Trefferquote werden weitere solcher Kontrollen geplant. pol