Wertheim

Besuchsdienst Malteser und Rotkreuzklinik arbeiten zusammen / Ehrenamtliche gesucht

Abwechslung in Klinikalltag bringen

Wertheim.Für die kleinen Dinge im Alltag eines Krankenhaus-Patienten fehlt oft die Zeit. Ein ausführliches Gespräch, ein Eis in der Cafeteria oder ein Spaziergang vor dem Haus - dafür haben Ärzte und Pflegekräfte keine Zeit.

Im Rahmen der langjährigen Kooperation zwischen dem Malteser Hospizdienst St. Veronika und der Rotkreuzklinik in Wertheim werden Sterbende in der Klinik betreut. Dabei ist den Malteser Koordinatorinnen Gabi Mümpfer und Sabine Strommer aufgefallen, dass ein Besuchsdienst für jedermann fehlt. Denn die Frage, "wann kommen Sie zu mir?" wird oft aus dem Nachbarbett an die beiden Palliativschwestern gestellt. So wurde die Idee geboren, die Kooperation zwischen den Maltesern und der Rotkreuzklinik um einen Besuchsdienst zu erweitern. Dr. Wilhelm Freiherr von Lamezan, ärztlicher Direktor der Rotkreuzklinik, und Geschäftsführer Marcus Plaschke standen der Idee positiv gegenüber.

Mit dem ehrenamtlichen Besuchsdienst möchten die Malteser den Patienten in der Rotkreuzklinik Zeit und Lebensfreude schenken. Die Ehrenamtlichen gehen dabei individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten ein und bringen ein wenig Abwechslung in den Klinikalltag. Das Konzept ist vergleichbar mit dem der "grünen Damen" in anderen Kliniken.

Für diesen Dienst werden Ehrenamtliche gesucht, die kommunikativ sind und gerne Kontakt zu Menschen haben. Jeder entscheidet dabei selbst, in welcher Häufigkeit die Besuche in der Klinik stattfinden. Vor dem Einsatz werden die Ehrenamtlichen umfangreich geschult und haben immer einen Ansprechpartner bei den Maltesern und der Rotkreuzklinik. Die Ausbildung wird in einem Wochenendseminar stattfinden. Neben der praxisgerechten Vorbereitung gibt es Fortbildungsangebote sowie ein Erfahrungsaustausch in regelmäßigen Gruppentreffen für die Teilnehmer.