Wertheim

Forscherkids Erfolgreiche Premiere des selbst gedrehten Spielfilms „Schwere Zeiten“ im Roxy Kino / Publikum ging mit den Protagonisten mit

Achterbahn der Gefühle trefflich gespielt

Im Rahmen der Ferien für Entdecker hatten fünf Forscherkids einen eigenen Spielfilm gedreht. Gestern wurde dieser auf großer Leinwand präsentiert und stieß auf viel Lob bei den Zuschauern.

Wertheim. Es war eine Filmpremiere der besonderen Art, die zahlreiche junge und erwachsene Filmfreunde am frühen Montagabend im „Studio 17“ des Roxy Kino Wertheim erlebten. Die Forscherkids des Stadtjugendrings Wertheim präsentierten ihren ersten Spielfilm „Schwere Zeiten“. Dieser war im Rahmen eines Kurses in den Ferien für Entdecker entstanden.

Die zwei Schauspielerinnen und drei Schauspieler zwischen neun und zwölf Jahren hatten alle bereits Erfahrung auf der Bühne gesammelt. Die Premiere des eigenen Films auf der Kinoleinwand war für sie allerdings auch Neuland.

In seiner Begrüßung freute sich Birger-Daniel Grein, Vorsitzender des Stadtjugendrings, über die Möglichkeit, den emotionalen und spannenden Jugendfilm in diesem Ambiente zu präsentieren. Grein war Autor des Drehbuchs und übernahm bei den Dreharbeiten Regie und Kamera.

Dem Roxy Kino Wertheim sprach er Dank dafür aus, dass es mit der kostenlosen Aufführung die Arbeit der Schauspieler unterstützte. Darüber hinaus dankte er dem Kanu Club Wertheim, auf dessen Gelände ein Teil des Films gedreht wurde sowie den Künstlern, die kostenfrei die Lizenzen für die Filmmusik bereitstellten.

Emotionales Auf und Ab

Der Film „Schwere Zeiten“ erzählt die Geschichte von Emely, gespielt von Sonja Emmert. Sie ist voller Sorge um ihren fünfjährigen Bruder Jan, der dringend ein Spenderherz braucht. Ihr bester Freund Jonathan (Maximilian Busch) will ihr in diesen schweren Zeiten beistehen und ihr Kraft geben. Während er sich voll darauf konzentriert, Emely zu helfen, merkt er nicht, dass sein Bruder Linus (Daniel Heilig) ihn vermisst.

Linus fühlt sich unverstanden. So kommt es zum heftigen Geschwisterstreit. Linus erhofft sich Hilfe von seinem besten Freund Hannes (Julius Schäfer). Dieser versucht, ihm die Situation von Emely und Jonathan klarzumachen. Linus fühlt sich jedoch von ihm verraten und die Freundschaft droht zu zerbrechen.

Auch zwischen Emely und ihrer Freundin Sarah (Sophia Schwab) kommt es zum Streit. In Emely stauen sich Angst und Probleme langsam zu einer inneren Wut auf, die sichschließlich in heftigen Vorwürfen gegenüber Jonathan entlädt. Jans Gesundheitszustand wird indes immer kritischer.

Im Laufe der Geschichte erleben die Figuren ein Auf und Ab der Gefühle, von Freude und Spaß über Sorgen und Wut bis zu großer Angst. Das Publikum war sich einig: Die Schauspieler meisterten die Herausforderung, diese Bandbreite an Emotionen darzustellen, perfekt.

Dadurch konnten die Gäste der Premiere mit den Protagonisten des Films mitfühlen. Wie zwei Zuschauerinnen nach der Vorführung feststellten, waren sie vor allem von jenen Szenen berührt, in denen Emely die Angst um ihren Bruder zum Ausdruck bringt.

Der Film blieb bis zum Schluss spannend. Am Ende konnten die Zuschauer jedoch mit den Protagonisten aufatmen, denn schließlich wendete sich doch noch alles zum Guten.

Dreharbeiten dokumentiert

Im Anschluss an den Spielfilm sahen die Gäste ein „Making of“. Mit Hilfe einer „Teamcam“ hatten die Schauspieler die Dreharbeiten selbst dokumentiert. Die Reportage zeigte, welche Hindernisse es beim dreitägigen Dreh zu überwinden galt. Gleichzeitig wurde aber auch der Spaß deutlich, den die Mitwirkenden dabei hatten.

In Interviews berichteten die Schauspieler, was ihnen an ihren Rollen gefällt und welche Herausforderungen mit diesen einhergingen. Als schwierig sahen sie beispielsweise die ständigen Stimmungsschwankungen der Figuren an. Mit einem anderen Jungen, den man zuvor nicht kannte, plötzlich beste Freunde zu spielen, sei ebenfalls nicht ganz einfach.

Die „Outtakes“ am Ende zeigten so manchen lustigen Szenenfehler. Denn bei allem Können der Schauspieler, ging beim Dreh auch mal etwas schief. Die Zuschauer waren am Ende nicht nur vom Ergebnis, sondern auch vom Engagement der Akteure während des Drehs begeistert und sprachen ihnen viel Lob aus. stj