Wertheim

Wiederansiedlung der Polizei Spekulationen über Nutzer

Anzahl noch völlig offen

Reinhardshof.Die Wiederansiedlung der Polizei auf dem früheren Gelände der Außenstelle der Polizeiakademie in Wertheim hat das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg zugesagt (die FN berichteten mehrfach). Nicht bestätigt wurde von der Behörde gestern jedoch die jüngst kursierenden Zahlen, dass ab 2019 auf dem Reinhardshof rund 400 Frauen und Männer ihre Ausbildung zum gehobenen Dienst durchlaufen können.

"Die Zahl ist mir nicht bekannt", erklärte Pressesprecher Renato Gigliotti auf Nachfrage. Um welche Standortform der Aus- oder Weiterbildung es sich künftig auf dem Reinhardshof handeln werde, sei ebenso noch offen wie die Anzahl der dann dort stationierten Nutzer.

Da es sich bei der Liegenschaft bei den zuständigen Stellen um keine Unbekannte handele, werde nun geprüft, "was dort am adäquatesten unterzubringen ist". Schließlich handele es sich bei dem Plan, in den nächsten beiden Jahren im Land insgesamt jeweils 1800 neue Polizeianwärter einzustellen, um einen "gewaltigen Akt". Und nicht nur Aus-, sondern auch Weiterbildungen müssen organisiert werden. Dabei stoßen die bestehenden Kapazitäten an ihre Grenzen. Zudem seien diese "Liegenschaften nicht mehr die Jüngsten" und wiesen einen gewissen Abnutzungsgrad auf. "Wir konzentrieren uns darauf, dass die Einstellungs-Offensive optimal läuft."

Keine unbekannte Zahl

Keine Unbekannte ist die ins Gespräch gebrachte Zahl der künftig bis zu 400 Auszubildenden offenbar für Michael Greiner. Wie der Leitende Regierungsdirektor und Chef des Amts für Vermögen und Bau des Landes als Eigentümerin der Liegenschaften auf dem Reinhardshof auf Nachfrage bestätigte, gebe es eine entsprechende Anfrage des Finanz- und des Innenministeriums. In dieser gehe es darum, ob aus technischer Sicht in der bestehenden Anlage auf dem Reinhardshof 400 Anwärter oder Auszubildende untergebracht werden könnten. Dies entspreche der Größenordnung der Einrichtung bei deren früheren Nutzung durch die Polizei.

Greiner: "Wir haben signalisiert, dass das machbar ist." Dazu müssten die Gebäude umgebaut oder angepasst werden. Derzeit gebe es zirka 200 Zimmer, die doppelt belegt werden könnten. Würde man zudem "fliegende Bauten" (Schnellbauten in Holz- oder Stahlkonstruktion) errichten, sei es durchaus möglich, bis zu 600 Personen in dieser Liegenschaft unterzubringen. Alles hänge jedoch von "einem ganz bestimmten Bedarf ab". "Wir stehen bereit, je nachdem wie die politische Entscheidung ausfällt."