Wertheim

Ehrungen Langjährige Mitarbeiter wurden für ihre Treue zum Betrieb bei der Firma Schneider geehrt

Auch nach Jahrzehnten noch gern bei der Arbeit

Wertheim.Für ihre langjährige Firmentreue zum Unternehmen Ludwig Schneider wurden Mitarbeiter ausgezeichnet. Karl-Heinz Breuninger wurde für 45 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt.

Der Bäckersohn erinnert sich, dass er sich an einem Rosenmontag in der Firma vorstellte und vom damaligen Geschäftsführer Hans-Ludwig Schneider empfangen wurde. Ob er sich eine Tätigkeit als Thermometerbläser vorstellen könne, wurde er gefragt.

Diese Frage bejahte der damals 15-Jährige und sagte die Ausbildungsstelle zu. Anfang September 1973 begann er die Ausbildung als einziger Thermometerbläser seines Jahrgangs in ganz Baden-Württemberg.

„Auch heute komme ich immer noch gern zur Arbeit“, sagte er im persönlichen Gespräch der Geschäftsführerin und versicherte, dass ihm der Beruf des Thermometerbläsers sehr viel Spaß mache. „Ich bin mein eigener Herr und habe eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Bereut habe ich meine Berufswahl nie“.

Seit 40 Jahren hält Herbert Eitel der Firma die Treue. Als Industriekaufmann ging er mit 17 Jahren bei Schneider in die Lehre. „Ich habe damals ja sogar noch Steno gelernt und musste Diktate mitschreiben“, erzählt er.

Lohnstreifen von Hand ausgefüllt

Er habe von Hand Lohnstreifen ausgefüllt und musste anschließend alles auf die rechnerische Richtigkeit überprüfen. „Wenn da eine Summe nicht gestimmt hat, hieß es, suchen und den Fehler finden,“ erinnert er sich. Herbert Eitel betreut inzwischen seit 30 Jahren die Kunden im Verkauf und ist ein wichtiger Ansprechpartner für alle Kollegen.

Michaela Jekeli ist ein Vierteljahrhundert an Bord. Nach nur zweieinhalb Jahren schloss sie die Ausbildung zur Thermometerbläserin erfolgreich und vorzeitig ab.

Eine Herausforderung

„Ich liebe meine Arbeit“, sagt die Facharbeiterin. Gerade das „Fummelige“ bei der Herstellung von Einzelstücken sei die Herausforderung, welche die Thermometerbläserin anspornt. Massenfertigung dagegen sei nichts für sie. „Thermometerblasen macht mir einfach Spaß und das auch noch nach 25 Jahren,“ schließt sie.

Michaela Garrecht ist seit 20 Jahren bei Ludwig Schneider, eigentlich sogar seit 23 Jahren, wenn man es genau nimmt.

Ihre Lehre absolvierte die damals 15-Jährige nämlich schon bei Schneider als Justiererin, konnte damals aber nicht übernommen werden.

Umso schöner, dass sich Jahre später durch Zufall die Wege kreuzten, als Michaela Garrecht für eine Tombola des Kindergartens bei Schneider sammelte und prompt erneut eingestellt wurde.

Heute unterstützt sie tatkräftig die Montage sowie die Fertigung elektrischer Temperaturfühler. Dank ihrer Flexibilität hilft sie auch immer da aus, wo Not am Mann ist.

Vor zehn Jahren trat Peggy Grimm als Assistentin der Geschäftsleitung in die Firma ein.

Als Organisationstalent hielt sie der Geschäftsführerin immer den Rücken frei. Das Diplom zur Betriebswirtin erwarb sie 2016 nebenberuflich und wurde dafür mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

Die Eigenverantwortung

Seit der Rückkehr aus ihrer Elternzeit unterstützt sie das Team in den Belangen des Personalwesens und im Versand. Eigenverantwortlich kümmert sie sich auch um das gesamte Marketing im Hause Schneider. „Ich bin froh in einem mittelständischen Unternehmen zu sein, denn die persönliche Atmosphäre, kurze Entscheidungswege und das breite Aufgabenspektrum sind genau das, was mir zusagt und mich täglich herausfordern.“