Wertheim

Stadtentwicklungs- und Wohnbaugesellschaft Geschäftsführer Edgar Beuchert informiert über Vorhaben / Investitionen in Millionenhöhe

Aufsichtsrat besichtigte aktuelle Wohnbauprojekte

Archivartikel

Wertheim.Der Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) und der Wohnbau Wertheim (WBW) kam in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammen, um aktuelle Projekte zu besichtigen, teilt die Stadtverwaltung in einer Presseerklärung mit. Die Anwesenden bestellten dabei auch einstimmig Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez zum neuen Vorsitzenden des Gremiums. „Ich sehe in der Steg ein ganz spannendes Instrument, um zu gestalten“, erklärte der OB.

Für Herrera Torrez war es die erste, für andere Teilnehmer die letzte Aufsichtsratssitzung der beiden Gesellschaften. Neben den ausscheidenden Mitgliedern würdigte er vor allem den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Udo Schlachter, der in der Karenz des erkrankten OB-Vorgängers Stefan Mikulicz das Gremium leitete. Schlachter hob die stets gute Zusammenarbeit hervor und betonte: „Die Steg ist unser Juwel im Schatz der Stadt.“

Welche zum Teil noch ungeschliffenen Edelsteine derzeit entstehen, zeigte die schon traditionell gewordene Besichtigungsfahrt. „Wir schauen uns einige spannende Projekte an“, kündigte Oberbürgermeister Herrera Torrez dazu an. Den Anfang machte das Wohnungsbauprojekt auf der „Bestenheider Höhe“.

Projekt an der Bestenheider Höhe

Vor zwei Jahren begann der Bau der sechs Häuser, im vergangenen Jahr zogen die ersten Mieter ein. Inzwischen seien alle 45 Wohneinheiten bezogen worden, erklärte vor Ort Edgar Beuchert, der Geschäftsführer der beiden Gesellschaften. Die Mieterzusammensetzung sei „bunt gemischt“ mit Singles, Familien und älteren Menschen. Erfreulich schnell seien in der Nähe zur Wohnanlage zahlreiche Einfamilienhäuser entstanden. „Wie wir es uns vorgestellt haben, ist es geworden“, zog er als Fazit.

In Kürze solle es noch anstelle eines obligatorischen kleinen Kinderspielplatzes für die Wohnanlage einen größeren und dafür öffentlichen Spielplatz geben, so Beuchert. An den Kosten für die „gut ausgestattete Spielecke“ beteilige sich auch die Stadt.

Im August werde der private Bauträger dann ein zweites Wohnprojekt mit sechs weiteren Häuser und insgesamt 42 Wohnungen beginnen.

Noch mitten im Umbau befindet sich das von der WBW erworbene Gebäude in der Konrad-Adenauer-Straße 11. In der früheren Bildungseinrichtung sollen sechs unterschiedlich große, ebenerdige Wohnungen geschaffen werden: drei 2-Zimmer-Wohnungen mit circa 65 Quadratmetern Fläche, zwei 3-Zimmer-Wohnungen mit einer Fläche zwischen 90 und 110 Quadratmetern und eine Wohnung mit vier Zimmern, die etwa 125 Quadratmeter groß sein wird.

Wo möglich, sollen die Wohnungen barrierefrei, also mit breiteren Türen und größeren Bädern ausgestattet werden. Für jede Wohnung soll es einen Balkon geben. Viel Grün verspricht ein großes Außengelände. Außerdem soll den Mietern jeweils ein eigener Pkw-Stellplatz zur Verfügung stehen.

Umbau bis April 2020

Die Investitionskosten für das Projekt beziffert der Geschäftsführer auf 950 000 Euro. Der Mietpreis bewege sich je nach Wohnungsgröße zwischen 5,50 und 6,50 Euro pro Quadratmeter. Bis zur Fertigstellung müsse man sich aber gedulden: „Der Umbau dauert noch bis April 2020“, erklärte Beuchert.

Der Abschluss der Besichtigungstour führte ins ehemalige Forstamt in der Grabenstraße. Hier saniert derzeit die Steg das komplette Gebäude. Dabei werde vom Treppenhaus über die Stuckdecken bis hin zu den Parkettböden viel historische Substanz bewahrt, wie Architekt Thomas Hemmerich erläuterte. Am Ende sollen zehn Wohneinheiten mit zwei beziehungsweise drei Zimmern entstehen – mitten in der Stadt.

Aussicht auf Burg

Zum Teil hätten die Wohnungen eine hervorragende Aussicht auf die Burg beziehungsweise in den schönen Garten. Die fünf 2-Zimmer-Wohnungen sollen Geschäftsführer Edgar Beuchert zufolge zwischen 65 und 77 Quadratmetern groß sein, die fünf 3-Zimmer-Wohnungen zwischen 75 und 89 Quadratmeter. Die Investitionskosten liegen bei etwa 1,15 Millionen Euro. Die Fertigstellung sei für Mai 2020 geplant. stv