Wertheim

Tag der Städtebauförderung Besucher nutzen die Möglichkeit zur Besichtigung der sogenannten Fürstenhofstatt in der Vaitsgasse

Aus dem Schandfleck wird nun ein Kleinod

Archivartikel

Viele Interessierte nutzten beim Tag der Städtebauförderung die Möglichkeit, sich von der Baumaßnahme in der Vaitsgasse ein Bild zu machen.

Wertheim. Obwohl an prominenter Stelle, direkt am Zugang zur Altstadt, gelegen, fristete das Haus Vaitsgasse 7 über lange Zeit ein Schattendasein, war sogar als „Schandfleck“ verschrien. Seit gut zehn Jahren lebt niemand mehr darin. Doch diese dunkle Periode in der langen Geschichte des auf 1683 datierten Gebäudes geht zu Ende. In ein paar Monaten sollen wieder Menschen in die vier Wohnungen einziehen (wir berichteten).

Ende des Jahres bezugsfertig

„Bis Ende des Jahres hoffen wir, fertig zu werden“, gaben Edgar Beuchert, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) Wertheim, Prokurist Achim Kempf und Architekt Thomas Hemmerich unisono als Ziel der seit gut eineinhalb Jahren laufenden Sanierungsarbeiten aus. Die drei Experten standen am Samstag als Ansprechpartner für die überraschend zahlreichen Interessierten zur Verfügung, die die Gelegenheiten nutzten, anlässlich des Tages der Städtebauförderung einmal einen Blick auf den gerade begonnenen Innenausbau zu werfen. Nicht nur hier, auch bei den Arbeiten außen am Haus, waren in den vergangenen Monaten so manche Hindernisse zu überwinden und nicht zuletzt Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Auch wenn das Gebäude jetzt schon seit längerem eingerüstet und teilweise von einer grünen Plane verdeckt dasteht, so ist die wichtigste äußerliche Veränderung doch deutlich sichtbar. Der von so vielen als hässlich empfundene kastenartige Aufbau mit seinem Flachdach ist verschwunden und durch einen neuen Giebel mit Satteldach ersetzt worden.

Kleiner Innenhof

Abgerissen wurde auch das in der Vergangenheit in die dichte Bebauung hinein gequetschte zusätzliche Gebäude. An seiner Stelle ist ein kleiner Innenhof entstanden, der für eine zusätzliche Belichtung der Wohnungen sorgt und es ermöglicht, dass die künftigen Bewohner im Erdgeschoss eine Terrasse, die in den Wohnungen in den drei Stockwerken darüber Balkone nutzen können.

Von „ganz oben“ kann man so sogar einen Blick auf die Burg „erhaschen“. Zufrieden zeigte sich Edgar Beuchert mit dem Stand der Arbeiten: „Hier entsteht ein kleines Schmuckstück“, ist er sich sicher. Interessenten für die vier Wohnungen, die kleinste im Erdgeschoss mit knapp unter 50 Quadratmetern, die anderen drei mit jeweils zwischen etwas über 80 und knapp unter 90 Quadratmetern, gibt es viele, berichten die drei Steg-Vertreter. ek