Wertheim

Posaunenchor Sommerserenade in der Christuskirche

Barocker, festlicher Klang

Archivartikel

Bettingen.Eine abendliche Sommerserenade des Posaunenchores Bettingen-Urphar-Lindelbach begeisterte ein großes, interessiertes Publikum in der Christuskirche. Unter der wechselweisen Leitung von Melanie Ehrhardt und Frank Wolz spielten die sechzehn Bläserinnen und Bläser Bearbeitungen von Werken aus dem Frühbarock ebenso wie moderne Filmmusik, neue geistliche Lieder und Swingstücke. Andreas Kindgen faszinierte mit seiner schönen Tenorstimme als Gesangssolist ebenso wie als souveräner Organist, Annette Wolf führte mit Informationen über Komponisten und deren Werke durch das Programm.

Die festliche, sechsstimmige Eröffnungsfanfare „Festive Trumpet Tune“ von David German stimmte auf den Bläserklang ein. Die italienischen Komponisten Banchieri und Bonelli ließen barocke Klangpracht in kunstvollen, bis zu achtstimmigen Sätzen im Kirchenschiff erklingen.

Mit dem Präludium, Fuga und Ciacona C-Dur von Dietrich Buxtehude setzte Organist Andreas Kindgen das Konzert fort. Mit einem virtuosen Pedalsolo begann das für barocke Orgelmusik beispielgebende Werk. Tänzerisch bewegte, mit Trillern verzierte Passagen und majestätisch aneinandergereihte Akkordfolgen erklangen bis zum Einsatz des Trompetenregisters.

Den zweiten Teil bestimmte eine Vielfalt von bekannten Liedern wie „Der Herr segne dich“ von John Rutter, „Lena’s Song“ von Stefan Dan Nilsson und der Song „Now we are free“ aus dem Film „Gladiator“. Das swingende Orgelstück „Straight Ahead“ von Michael Schütz war rondo-artig aufgebaut und begeisterte ebenso wie die Bläserbearbeitungen von „Blessed be your name“, „Da wohnt ein Sehnen“ und „Allein deine Gnade“.

Ein besonderer Höhepunkt war das von Andreas Kindgen gesungene, von Frank Wolz an der Orgel begleitete „Halleluja“ von Leonard Cohen; der Applaus war besonders innig und lang anhaltend.

Mit der „Rockfantasie“, „Whistle while walking“ und demberühmten „Mr. Sandman“ ging das Programm des Konzerts zu Ende. Als Zugabe erklang „Für den König“, ein ruhiges, aber beeindruckendes Paradestück des Posaunenchors.

Nach einem Segensgebet spielten die Bläser den Choral „Bleib bei mir, Herr“ dezentral. rl