Wertheim

Ortschaftsrat Bürger beschweren sich über zu schnelle Autofahrer / Geschwindigkeitsmessung der Stadtverwaltung ergab nur wenige Überschreitungen

Baubeginn in der Kirchäckerstraße Mitte März

Waldenhausen.Waldenhausen. Neben zahlreichen weiteren Informationen wurden in der Sitzung des Ortschaftsrat Waldenhausen am Mittwoch im dortigen Feuerwehrhaus die Ergebnisse des Dorffragebogens 2018 vorgestellt (siehe weiteren Bericht).

Zu Beginn der Sitzung stelle Ortsvorsteher Nils Ries die neue Kindergartenleiterin Bettina Yangoulass vor. Sie trat die Nachfolge von Carina Joas an, die die Einrichtung wechselte. Dies habe, wie Ries betonte, jedoch nicht an Waldenhausen gelegen. Yangoulass lebt im Dorf und arbeitet seit drei Jahren in der Einrichtung. „Ich werde mein Bestes tun“, sagte sie zu ihrer neuen Aufgabe. Die Kinderzahlen seien wie immer gering, könnten aber steigen.

Von Seiten der Bürger wurde in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, dass sich Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde im Ort halten. Vor allem im oberen Bereich der Steige, also kurz vor der Ortsausfahrt stelle dies eine große Gefahr da. In diesem Bereich befinden sich Bolzplatz, Kindergarten und Spielplatz.

Die Wertheimer Verkehrsbehörde führte am 14. Juni von 6.12 Uhr bis 8.10 Uhr in diesem Gebiet eine Geschwindigkeitsmessung durch. Beim Zeitkorridor handelte es sich um eine Hauptverkehrszeit. Es wurden 83 Fahrzeuge gemessen. Fünf davon waren zu schnell. Dies seien weniger als gedacht, so Ries. Erschreckend war jedoch, dass das schnellste Fahrzeug mit 48 Stundenkilometern gemessen wurde. „Ich möchte nicht wissen, ob und wie der Fahrzeugführer hätte reagieren können, wenn ein Kind hinter den parkenden Autos auf die Straße gelaufen wäre.“ Der Ortsvorsteher mahnte alle, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten.

Annehmen möchte man sich den bestehenden Leerständen sowie Gebäuden mit Leerstandsrisik, um ein Ausbluten des Altorts zu verhindern. Bereits im April 2018 hatte die Stadt Wertheim Fördermittel für die Teilnahme am Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“, für Nassig und Waldenhausen beantragt. Die Entscheidung des Wirtschaftsministeriums dazu steht noch aus, soll aber in diesem Monat mitgeteilt werden.

Wasser in der Halle

Bei Starkregen kam es bereits dreimal vor, dass Wasser auf dem Boden der Mehrzweckhalle stand. Das Problem tritt auf, wenn Starkregen vom Osten her auf das Gebäude trifft. Hier ist der Putz am Übergang von der Halle zum Anbau nicht mehr durchgängig vorhanden und das Regenwasser, das die Hauswand herunterläuft, gelangt in die Decke und tropft auf den Boden. Mit der Behebung will man nicht bis zur Sanierung der Fenster und Fassade warten, die voraussichtlich im kommenden Jahr erfolgen wird. So solle bis zum Ende der Herbstferien eine Lösung, eventuell erst mal provisorisch umgesetzt, werden, so Ries.

Positives gab es in Sachen DSL-Ausbau zu berichten. Die Arbeiten dazu sind größtenteils abgeschlossen und die meisten Behinderungen durch die Verlegungsarbeiten vorbei. Bald sollen die höheren Geschwindigkeiten für die Bürger buchbar sein. Dank sprach Ries allen Helfern, Vereinen und Kuchen- und Salatspendern des Dorffests aus. Etwas enttäuscht zeigte sich Ries über die Besucherzahlen. Nach massiver Werbung und dem Bieten von musikalischer Unterhaltung habe man mit mehr Resonanz gerechnet. Man müsse sich weitere Maßnahmen überlegen, um Gäste anzulocken.

Gleich drei gute Nachrichten gab es in Sachen Landschaftspflegeprogramm Walzenberg. Auch in diesem Jahr wurde die volle Fördersumme für die Durchführung der Pflegemaßnahmen genehmigt. Es gibt wieder Mittel damit im Winter oder Frühjahr weitere Flächen am Berg durch den Landespflegeverband Erst-Entbuscht werden können. Ab diesem Jahr konnte man zudem jemanden finden, der für die nächsten fünf Jahre die Pflege der Stücke übernimmt, die in den letzten Jahren vom Landespflegeverband in den Winteraktionen entbuscht und gesäubert wurden. So kann man ein erneutes Zuwachsen verhindern.

Einschränkungen für Anwohner

Voran geht es auch bei der Vorbereitung der Sanierung der Kirchäckerstraße. Die Ausschreibung für die Arbeiten soll noch bis Ende des Jahres erfolgen. Geplanter Baubeginn wird Mitte März sein. Die Maßnahme wird rund sechs Monate dauern. Im Zusammenhang mit der Sanierung werden die Stadtwerke die Gasversorgung samt Hausanschlüssen erneuern. Die Beweissicherung der Gebäude wird im Oktober stattfinden. Anfang 2019 wird es eine Infoveranstaltung für die Anwohner zum Bauablauf geben.

Ries betonte, sicher werde es während der Bauzeit zu Einschränkungen für die Anwohner kommen. „Ich hoffe hier auf euer Verständnis, schließlich haben wir lange für die Sanierung gekämpft.“ bdg