Wertheim

Gerichtsverhandlung Einspruch hatte keinen Erfolg

Bei laufendem Motor mit dem Handy hantiert

Wertheim.Die Wertheimer Polizei hat ein Auge darauf, ob Fahrzeugführer während der Fahrt ein Handy nutzen. Durch dieses verbotswidrige Tun kann es zu schwersten Unfällen kommen. Die Kontrollen erfolgen auch schwerpunktmäßig, zum Beispiel in der Bahnhofstraße.

Wartezeit verkürzt

Im August stand dort ein Sattelzug vor dem Fußgängerüberweg beim Bahnhof. Der Fahrer verkürzte sich bei laufendem Motor die Wartezeit, indem er aufs Handy schaute.

Das beobachtete vom Parkplatz gegenüber der Post aus ein Polizist. Er verständigte Kollegen, die den Lkw-Fahrer kurz darauf stoppten.

Nach der Anzeige erhielt der 53-Jährige von der Stadtverwaltung einen Bußgeldbescheid über 60 Euro. Dagegen legte er Einspruch ein. Beim Amtsgericht Wertheim hatte er jetzt mit seinen Einwänden keinen Erfolg. Es blieb im Urteil bei den 60 Euro. Mit Rechtskraft wird ein Punkt im Flensburger Fahreignungsregister eingetragen.

In der Verhandlung meinte der Berufskraftfahrer aus Kaiserslautern, er besitze eine Freisprecheinrichtung. Er habe nur ganz kurz aufs Handy geschaut.

Wenn er das nicht mehr dürfe, könne er seinen Job an den Nagel hängen. Im vorliegenden Fall habe er lediglich vergessen, das Telefon wieder aus der Hand zu legen. Der als Zeuge geladene Polizist widersprach. Sogar noch, als er an diesem vorbeigefahren sei, habe der Beschuldigte das Handy vor sich gehalten und anscheinend sogar etwas eingetippt.

Telefonprotokoll gezeigt

Die Gegenrede des Fahrers lautete, er habe an der Anhaltestelle den Beamten das Telefonprotokoll gezeigt. Danach sei das letzte Telefonat Stunden vorher erfolgt. Die Richterin erklärte dem Mann, er habe mehrfach bestätigt, dass er das Telefon in der Hand gehalten hat. Und ein Anhalten mit laufendem Motor sei keine Fahrtunterbrechung. goe