Wertheim

Ortsdurchfahrt Vockenrot Mögliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung beschäftigten den Ausschuss für Bauwesen und Umwelt

„Beruhigungspille für das Gremium“

Archivartikel

Wertheim.Zur Diskussion standen im Aussschuss für Bauwesen und Umwelt zwei Anträge zum Thema Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt Vockenrot aus Richtung Nassig kommend. Im Zusammenhang mit dem in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan „Gewerbegebiet Reinhardshof, fünfter Abschnitt – Erschließungsstraße zur Anbindung an die L 508“ beantragte Stadtrat Manfred Busch (Freie Bürger) , über eine Umfahrung vor beziehungsweise hinter Vockenrot nachzudenken. Hierzu seien zunächst die Planungskosten für eine Variantenuntersuchung zu ermitteln, um diese für den Haushalt 2019 anmelden zu können, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat einstimmig, die Verwaltung damit zu beauftragen.

In einem weiteren Antrag schlug Brigitte Kohout (SPD) vor, einen Kreisverkehr auf der L 508 zu errichten. Ein Planungsbüro hat im Auftrag der Stadtverwaltung Planskizzen mit zwei Varianten erarbeitet. In der ersten Variante ist eine Mittelinsel auf der Fahrbahn vorgesehen, denen ähnlich in anderen Orten. Kembachs Ortsvorsteherin Tanja Bolg erklärte: Dort sei die Verkehrsinsel zu klein. In Reicholzheim funktioniere es dagegen „relativ gut“, so Ortsvorsteher Sebastian Sturm.

„So habe ich mir das nicht vorgestellt“, meinte Brigitte Kohout zu der zweiten Variante mit dem Kreisverkehr. Sie fragte, warum dieser in dem Entwurf nicht weiter in Richtung Nassig liege. „Wenn der Kreisverkehr zu weit weg von Vockenrot ist, werden die Fahrzeuge wieder schneller“, erklärte Baudezernent Achim Dattler.

Von einer „Beruhigungspille für das Gremium“ sprach Patrick Schönig (SPD). In desem Fall hänge alles mit dem „Großprojekt ,echte Umfahrung’“ zusammen. „Wir diskutieren das schon sehr lange“, sagte er. „Vockenrot wächst und wächst.“ Man müsse den Verkehr zwingen, langsamer zu fahren. Von der SPD wurden etwa stationäre Blitzgeräte vorgeschlagen. Er frage sich, „warum wir immer die große Lösung brauchen, die dann doch in der Schublade verschwindet“.

„Die Vorschläge gilt es zu prüfen“, betonte Stadtrat Richard Diehm. Er schlug vor, den Antrag von Brigitte Kohout um einen dritten Punkt zu ergänzen. So soll die Verwaltung die Realisierung einer Blitzersäule, wie es sie in Höpfingen oder Hardheim gibt, prüfen. Diese Ergänzung fand Gehör und wurde unisono vom Ausschuss hinzugefügt.

Ebenso einstimmig wurde empfohlen, die Verwaltung zu beauftragen, beim Land Baden-Württemberg einen Antrag auf Umsetzung der vom Planungsbüro skizzierten Maßnahmen zu stellen. gig