Wertheim

Abendschwimmen Angebot stieß nur auf wenig Resonanz

Besonderes Licht in der blauen Stunde

Bestenheid.Eine besondere Stimmung konnten die Besucher am Samstag beim Abendschwimmen im Bestenheider Freibad genießen. Dazu war die Anlage bis 22 Uhr geöffnet. Bei 26 Grad Celsius Wassertemperatur im Schwimmerbecken und angenehmen 22 Grad Celsius Lufttemperatur konnte man der „blauen Stunde“ entgegenschwimmen. In dieser Zeit der Zeit der Dämmerung nach Sonnenuntergang und vor Eintritt der nächtlichen Dunkelheit war das Bad in ein spezielles Licht getaucht. Danach konnte man seine Bahnen unter dem Sternenhimmel ziehen.

Enttäuschung

Die Chance auf dieses besondere Erlebnis wurde jedoch kaum genutzt. So zeigten sich Schwimmmeister Ingo Ortel und sein Team deutlich enttäuscht. Zunächst zogen noch zehn Schwimmer, von denen sich einige die Wiederholung des Angebots im 14-tägigen Rhythmus wünschten, ihre Bahnen über die reguläre Schließzeit um 20 Uhr hinaus. Doch auch eine Stunde später hatten sie das Bad verlassen.

Danach kam noch eine Schwimmerin. „Ich finde es herrlich und dachte, es ist viel mehr los“, wunderte sie sich über die Leere, während sie einsam im Becken unterwegs war. Geräusche, die tagsüber in der allgemeinen Lautstärke der Menschenmengen untergehen, sorgten zusätzlich für besondere Eindrücke. So war der Wellenschlag des Wassers im Schwimmerbecken deutlich zu hören. Das und erinnerte an die Wellen des Meeres, die an eine Steinküste schlagen. Als besonderen Service sorgte Ortel persönlich für die Beckenbeleuchtung.

Wie er meinte, lag die geringe Resonanz auf das Angebot am mittlerweile kühleren Wetter: „Die Leute sind mit hohen Temperaturen verwöhnt.“ So kamen am Samstag nur 366 Badegäste ins Freibad.

Der Schwimmmeister und sein Team dürfen sich aber dennoch über einen besonderen Erfolg freuen: Am Freitag wurde bei der Gesamtzahl der Badegäste die 80 000er Marke überschritten. bdg