Wertheim

Ortschaftsrat Erneuerung der Fahrbahndecke in der Spessartblick- und der Steinbuschstraße hat höchste Priorität bei den Haushaltsmittelanforderungen für 2019

Bessere Straßen ganz oben auf Wunschzettel

Neun Punkte umfassen die Haushaltsmittelanforderungen, die der Lindelbacher Ortschaftsrat in seiner Sitzung einstimmig beschloss. Schwerpunkte sind Straßen und Wege sowie das Ortsbild.

Lindelbach. Einleitend berichtete Ortsvorsteher Egon Schäfer am Dienstag im Gemeinschaftsraum über den Sachstand der Maßnahmen aus dem aktuellen Haushalt. Einige der für 2018 geplanten Maßnahmen seien bereits umgesetzt. An der Mauer am Ortseingang um das Weinfass gab es eine Probebohrung, um den Zustand zu untersuchen. „Der Beginn der Sanierung seht noch nicht fest. Die Finanzierung der Maßnahme wurde für das Jahr 2018 bewilligt“, sagte er.

Die Asphaltierung an den Feldwegeeinmündungen am Ortsverbindungsweg nach Bettingen wird im Zuge der Asphaltierungen der Reststrecke des Verbindungswegs mitausgeführt. Diese soll im Juni oder Juli erfolgen. Die Asphaltierung der Einmündungen ist nötig, da Schotter aus den Wegen bei Regen oft auf die Straße gespült wird.

Straßendecke erneuern

Höchste Priorität bei den Mittelanforderungen für 2019 nimmt die Erneuerung der Straßendecke in der Spessartblick- und der Steinbuschstraße ein. Beide Straßen stammten aus den 1960er Jahren und hätten einen schlechten Zustand, beschrieb Schäfer. Der Straßenbelag bricht an den Rändern aus und der Unterbau kommt an einigen Stellen zum Vorschein. In den vergangenen Jahren hatte es außerdem einige Wasserrohrbrüche gegeben. Nach deren Reparaturen setzte man auf Flickteerung. „Beide Straßen sind deswegen sehr holprig“, meinte Schäfer. Im Zuge der Maßnahmen wünscht man sich zudem eine Erneuerung oder zumindest Prüfung der Versorgungs- und Entsorgungsleitungen.

Auf Platz zwei der Anforderungen stehen Mittel zur Sanierung der Umrandung am Lindenbaum und am Kastanienbaum in der Straße „An der Linde“. Im Zuge der Baumaßnahmen zum Mehrgenerationenhaus in diesem Bereich verändere sich das Ortsbild, der Blick richte sich auf die öffentlichen Plätze im Umfeld des neuen Hauses, so Schäfer. Die Umrandungen der beiden Bäume sind schon sehr in Mitleidenschaft gezogen. Einige Steine sind lose oder gar gebrochen, so dass sie von der Mauer fallen könnten.

Drittens forderte man Mittel für einen neuen Schaukasten für Mitteilung der Ortsverwaltung und Vereine an. Der bisherige Kasten ist schon sehr alt und an einem privaten Scheunentor befestigt. Neuer Ort soll im Bereich der Parkplätze an der Kirche sein.

Die Instandsetzung der leergeräumten Gräber auf dem Friedhof wurde auf Platz vier gesetzt. An ihnen setzt sich immer noch die Erde ab, dadurch ist eine Pflege der Flächen schlecht möglich.

Gefahrenminimierung wünscht man sich für den Fußgängerweg von Lindelbach nach Urphar, der auch als Schulweg zur Werksrealschule dient. So forderte man als fünften Punkt Mittel zum Auftragen von weißen Markierungen an den Wegrändern an. Diese sollen vor allem im Dunklen den Übergang von Wegesrand zur angrenzenden Straße und der Wiese deutlicher machen. Zudem sollen die Büsche zwischen Straße und Fußweg entfernt werden.

Erdlagerplatz ersetzen

An sechster Stelle wurde die Asphaltierung des Wegs im Gewann „Schlot“ aufgeführt. Es handelt sich um eine bisher geschotterte Strecke. Der Weg ist einer der steilsten im Ort. Bei starkem Regen wird er ausgespült und muss neu geschottert werden. Eine Asphaltierung würde nach Ansicht des Ortschaftsrats auf Dauer günstiger kommen.

Eine Änderung wünscht sich das Gremium auch für die Ebenrainstraße und die Weinbergstraße. Die bisherigen Regenablaufrinnen an den Bordsteinen sind ausgespült und die Steine heben sich. In der Folge entstehen Stolperfallen. Diese Rinnen sollen entfernt und stattdessen das Stück bis zum Bordstein asphaltiert werden.

Auf Position acht geht es um einen neuen Erdlagerplatz. Das bisherige Erdaushublager am Waldrand Richtung Dertingen befindet sich in Privatbesitz und kann nicht mehr genutzt werden. „Ein solcher Lagerplatz ist jedoch wichtig für Bürger und Gemeinde“, betonte der Ortsvorsteher. Gebe es dieses nicht, bestehe unter anderem ein erhöhtes Risiko, dass der Aushub illegal im Wald abgeladen wird. So beantrage das Gremium das Lager auf ein Grundstück zu verlegen, das in städtischen Besitz ist und an das alte Lager angrenzt.

Auf Anregung eines Bürgers wurden Asphaltierungsmaßnahmen an einem geschotterten Weg an der alten Dreschhalle als weiterer Punkt aufgenommen. Auch hier wird Schotter auf die angrenzende Straße gespült.

Egon Schäfer gab schließlich einige Informationen bekannt, die vor allem das Ortsbild betrafen. Die Anschlagtafel und der Postbriefkasten sind bei der Realisierung des Mehrgenerationenhauses an der Ecke Mittlere Dorfstraße/„An der Linde“ im Weg. Sein Vorschlag, beides auf dem Parkplatz oberhalb des Friedhofs in unmittelbarer Nähe der Ruhebank aufzustellen, fand Zustimmung im Rat. Mit der Deutschen Post sei er schon in Kontakt.

Keine Sorgen machen müssten sich die Einwohner über einige Sträucher am Straßenrand von Urphar kommend auf der rechten Seite, die mit einer Art Spinnennetz bedeckt sind. Laut Aussage von Jens Rögener, Umweltbeauftragter der Stadt, sind diese Netze ungefährlich.