Wertheim

Das Haus der Russland-Deutschen Erwartungen von Organisatorin Elvira Leskowitsch übertroffen / Ausstellung soll auch im Süden des Kirchenbezirks gezeigt werden

Besucher loben hohe Authentizität

Archivartikel

Reinhardshof.Die Ausstellung „Das Haus der Russland-Deutschen“ in der Michaelskirche Reinhardshof ging vor kurzem zu Ende. Für die Verantwortlichen war sie ein Erfolg auf ganzer Linie.

„Ich bin sehr zufrieden. Ich habe vorher nicht damit gerechnet, dass es ein so großes Interesse an dem Thema gibt. Meine Erwartungen wurden übertroffen“, stellt Ausstellungsorganisatorin Elvira Leskowitsch im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten fest. Besondere Freude hatte die Bezirksbeauftragte für Flucht und Migration des evangelischen Kirchenbezirks Wertheim und die anderen Helfer an den Gesprächen mit den zahlreichen Besuchern. Bei den Gästen seien die Authentizität und der jeweils persönliche Bezug gelobt worden. „Viele fanden es auch wichtig, dass die Geschichte der Russlanddeutschen aufgearbeitet und nach außen transportiert wird“, so Leskowitsch. Viele ältere Personen hätten ihre eigene Flucht- oder Migrationsgeschichte erzählt und dabei die Ähnlichkeiten erstaunlich gefunden. „Dadurch fühlten sie sich den Russlanddeutschen zugehöriger.“

Kinder sehr interessiert

Die jüngeren Personen seien durch die neuen Erkenntnisse, die ihnen vorher kaum bewusst waren, erstaunt und berührt worden. Begeistert war sie auch von den jungen Besuchern. „Die Kinder waren sehr interessiert und haben die komplette Führung von 45 Minuten voller Freude mitgemacht. Viele Kinder mit russland-deutschem Hintergrund konnten einiges beitragen.“ Beeindruckt war sie davon, dass doch so viele Personen die Geschichte nicht hinreichend kannten. „Spannend fand ich auch, dass die Schulklassen und Kitas ein so großes Interesse daran hatten.“

Sehr zufrieden sein können die Verantwortlichen mit den Besucherzahlen. Zu den Führungen seien an Werktagen im Durchschnitt 15 Personen am Tag gekommen, an den Wochenenden waren es bis zu 80. Zum Teil nutzten Einzelpersonen und zum anderen Teil Gruppen die Möglichkeit, sich authentisch durch die Ausstellung führen zu lassen. Auch die einzelnen Veranstaltungen vom Theater über Gottesdienst bis zu Vorträgen seien gut bis sehr gut besucht gewesen. Je nach Veranstaltungsart seien es immer zwischen 60 und 150 Gäste gewesen.

Bei so viel Erfolg war klar, dass man die Ausstellung auch an anderen Orte zeigen möchte. „Geplant ist, dass wir die Exponate im Süden des Kirchenbezirks ausstellen.“ Der genaue Standort und der Zeitpunkt müsse noch bewertet werden. Durch die Ausstellung seien auch Ideen und Anknüpfungspunkte für weitere Projekte entstanden. „Diese werden derzeit intern weitergedacht“, erklärt Leskowitsch abschließend. bdg