Wertheim

Exkursion des Fördervereins

Beziehung zum Schlösschen

Wertheim.Der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten veranstaltete mit dem Seminar „Kunstgeschichte“ der VHS eine Exkursion in die südliche Ile-de-France. Knapp 40 Teilnehmer besichtigten unter Leitung von Dr. Jörg Paczkowski die Schlösser und Parks in Vaux-le-Vicomte, Fontainebleau, Courtance und Champs-sur-Marne sowie die Kathedrale in Chartres und den Malerort Barbizon.

Die Ile-de-France gilt als Wiege Frankreichs. Denn das Herzogtum Francia mit Paris als Mittelpunkt war die Keimzelle des Königreichs Frankreich.

Wie es im Bericht der Verantwortlichen heißt, konnten die Besucher beim Rundgang durch das Schloss in Fontainebleau die ganze Pracht der Räume aus dem 16. bis zum 19. Jahrhundert erleben. Es gibt sowohl einen englischen Landschaftspark als auch einen regelmäßigen Barockpark, der aber noch keinen axialen Bezug zum Schlosskomplex hat.

Ganz anders dagegen das Schloss Vaux-le-Vicomte. Zum ersten Mal wurde hier um 1660 ein barockes Gesamtkunstwerk erschaffen. Park und Schloss bilden eine Einheit. Der Reiseleiter führte durch den Park und durch das Schloss. Das Schloss in Champs wurde kurz nach 1700 mit einem imposanten Park am Abhang zur Marne errichtet.

Neben der Schloss und Parkarchitektur war einer der Höhepunkte der Fahrt die Besichtigung der berühmten Kathedrale von Chartres mit ihren fulminanten Glasfenstern aus dem 13. Jahrhundert.

Freiluftmalerei im Wald

Den Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch in der Malerortschaft Barbizon bei Fontainebleau, in deren Wald die Maler seit 1830 die Freiluftmalerei entwickelten. Die berühmtesten Künstler – Millet, Courbet, Corot, Dabigny, Rossea, die auch in den Winterausstellung 2017/18 im Museum „Schlösschen im Hofgarten“ vertreten waren, malten hier. Fast jeder hatte im Ort ein eigenes Atelier.

Im Museum der „Schule von Barbizon“, durch das Paczkowski führen durfte, wurde die laufende Ausstellung, die sich besonders die Tierdarstellung widmete, besichtigt. Der Besuch von Ortschaft und Museum stand ganz im Zeichen der Beziehung zu dem Museum im Eicheler Hofgarten.

Denn hier in der Gegend um Paris begann jene Entwicklung, die zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne in der Kunst führte, jene Malerei, von der im Hofgartenschlösschen wunderbare Beispiele gezeigt werden.