Wertheim

Rosenmontagsumzug Hunderte feierten in Steinbach die Straßenfastnacht und nahmen Überörtliches und Lokales mit viel Humor auf die Schippe

Buntes, närrisches Meer der Fröhlichkeit

Archivartikel

Der traditionelle Rosenmontagsumzug in Steinbach war wieder das Ziel hunderter Narren. Jedes Jahr aufs Neue begeistert der Gaudiwurm Gäste aus nah und fern.

Steinbach. Die Katholische Landjugendbewegung Steinbach fungierte auch in diesem Jahr als Veranstalter und lud gemeinsam mit den Narren zum Singen, Tanzen und Schunkeln ein. Die interessante Mischung aus großen und kleinen Motivwagen, Guggenmusik und Fußgruppen be-geisterte, die Ortschaft zeigte sich närrisch geschmückt.

Alle waren auf den Beinen

Der ganze Ort war wohl auf den Beinen, viele von außerhalb hinzugekommen. Der närrische Lindwurm war wie gewohnt unterwegs vom Schützenhaus bis ins Gemeindezentrum, machte an zentralen Stellen aber Halt. Die Kleinen gingen auf die Jagd nach Süßem, das in allerlei Form auf alle herab regnete, die Großen amüsierten sich fröhlich und lauthals, indirekt auch beim Wettstreit um das beste Kostüm.

Überörtliches wurde persifliert, Örtliches auf die Schippe genommen. An einem leibhaftigen „Leopard“ hieß es „Uns’re deutsche Bundeswehr schickt ihre Panzer hin und her“, diesmal mit dem Umweg über Polen oder die Türkei von der originalen „363“ zur „Repro 363“ im nahen Hardheim.

Lästern über den Nachbarn

Zu lesen war, dass Recyclingmaterial sorge für „Ein Ärgernis für die Bauern, im Feldweg spitze Eisen lauern“, und gleich daneben „In Üssi soll ein Turm entstehen, um ins gelobte Land nach Steinbach zu sehen!“. Im örtlichen Kindergarten indes sah man optimistisch in die Zukunft, denn „Unser Märchen wird wahr, ein neues Schloss, hurra!“.

Es gab also eine Menge zu sehen und viel Bewegung auf der Straße und am Straßenrand, während sich der Fastnachtszug durch die Ortschaft schlängelte. Die Menschen aller Altersklassen ließen ihrem Narrenherz freien Lauf, bejubelten den Zug ebenso wie die eigenen Favoriten, feuerten die Akteure an, stimmten in Schlachtrufe unterschiedlicher Herkunft ein.

Die Guggemusik spielte laufend oder auch mal stehend prächtige Melodien. Kurzum, es war ein wahres Meer an Fröhlichkeit.

Zu Beginn des Umzugs strahlte noch die Sonne und der Wind wehte reichlich Ballons dort die Gegend. Der Gaudiwurm hatte beinahe sein Ziel erreicht, als Petrus einen kräftigen feuchten Gruß vom Himmel schickte. So gelangten manche Narren eben etwas schneller ins Gemeindezentrum, wo man gemeinsam und mit der kleinen Besetzung der Musikkapelle Steinbach weiter feierte.

Info: Weitere Bilder des Rosenmontagsumzugs sind unter www.fnweb.de im Internet zu finden.