Wertheim

„Tag der Arthroskopie“ Ärzte referieren über Behandlungsmöglichkeiten

Chirurgie durchs Schlüsselloch

Hardheim/Wertheim.Der von der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie (AGA) als zuständiger wissenschaftlicher Fachgesellschaft ausgerufene „Tag der Arthroskopie“ wird erstmals am 1. Februar begangen. Anlässlich der Kampagne unter dem Motto „Arthroskopie hilft!“ informieren in Deutschland, Österreich und der Schweiz Experten aus Orthopädie und Unfallchirurgie über den sinnvollen Einsatz dieser Operationsmethode an verschiedenen Gelenken. Die beiden AGA-Mitglieder Arne Bieling vom Krankenhaus Hardheim und Dr. Karsten Braun vom Ärztezentrum Wertheim referieren bei zwei gemeinsamen Patientenveranstaltungen über die arthroskopischen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von Verletzungen und Erkrankungen an Schulter und Kniegelenk.

Wie es in der Ankündigung der Veranstalter weiter heißt, kommt der Name „Arthroskopie“ vom griechischen Wort „arthros“ für Gelenk und „skopein“ für schauen. Bei diesem minimalinvasiven Eingriff führt der Operateur über einen kleinen Hautschnitt eine winzige Kamera in ein Gelenk ein, die Bilder aus dem Inneren auf einen Monitor überträgt. So erhält der Arzt zunächst eine exakte Diagnose des jeweiligen Problems im Gelenk.

Doch die Arthroskopie ist weitaus mehr als eine diagnostische Methode. Denn in der selben Sitzung kann das Operationsteam auch chirurgische Instrumente ins Gelenk einführen, um das jeweilige Problem direkt zu behandeln. Dank des wissenschaftlichen Fortschritts profitieren Patienten dabei von immer besseren Bildern aus dem Gelenk, genaueren Diagnosen, weiterentwickelten Operationsverfahren mit kleineren Schnitten sowie geringsten Komplikationsraten und schneller Frühmobilisierung nach der Operation.

Die Vorträge mit identischem Programm finden am Mittwoch, 30. Januar, um 19.30 im Ärztezentrum Wertheim, Bahnhofstraße 33, sowie am Donnerstag, 31. Januar, um 19.30 im Refektorium des Krankenhauses Hardheim statt. Braun berichtet dabei über aktuelle konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten bei Meniskus- und Knorpelschäden, Bandverletzungen und Kniearthrose. Bieling stellt die Therapieoptionen bei Sehnenrissen und Engpasssyndromen, Instabilitäten und Kalkerkrankungen der Schulter vor.

Bei einem anschließenden Workshop haben Patienten die Möglichkeit, unter Anleitung am Simulator selbst in die Rolle des Operateurs zu schlüpfen.