Wertheim

Ortschaftsrat Sanierung der Brücke an der Gemeindestraße wird verschoben / Keine Firma gab Gebot ab / Zustand des Fußballplatzes kritisiert

Claudia Bube rückt nach

Der Wessentaler Ortschaftsrat hat ein neues Mitglied. Claudia Bube wird nach Losverfahren Nachrückerin des verstorbenen Ratsmitglieds Reinhold Saalmüller.

Wessental. Für die restliche Legislaturperiode wird nun eine Frau den Ortschaftsrat ergänzen. Der Anlass für das Nachrücken von Claudia Bube war jedoch ein trauriger. Zu Beginn der Sitzung am Mittwoch im Dorfgemeinschaftshaus gedachte Ortsvorsteher Roland Hildenbrand dem „leider viel zu früh gestorbenen Ortschaftsrat Reinhold Saalmüller“, so Hildenbrand.

Gemäß der erreichten Stimmen bei der Kommunalwahl 2009 wäre Egon Hildenbrand mit fünf Stimmen Nachrücker gewesen. Dieser konnte jedoch aus familiären Gründen das Amt nicht annehmen und verzichtete auf den Sitz. Dies ist gemäß Paragraf 16 der Gemeindeordnung aus wichtigem Grund und mit Zustimmung des Gremiums möglich. Diese Zustimmung erteilte der Ortschaftsrat einstimmig.

Im Losverfahren

In der Gunst der Wählerschaften folgten drei Kandidaten mit jeweils vier Stimmen. In diesem Fall musste laut Gemeindeordnung der Zufall im Losverfahren entscheiden. Zur Auswahl standen dazu Claudia Bube, Bernd Häußler und Erich Scheurich. Normalerweise übernimmt der Gemeindewahlausschuss die Auslosung bei Stimmengleichheit. Dieser löst sich jedoch nach erfolgter Wahl auf. „Laut Aussage des Landratsamtes muss in diesem Fall der Ortsvorsteher das Los ziehen“, erklärte Hildenbrand. Er hätte es lieber in neutrale Hände gegeben, bekannte er.

Ortschaftsrat Matthias Fleischer bereitete die drei Lose vor. Anschließend zog der Ortsvorsteher blind den Nachrücker. Das Los entschied für Claudia Bube. Ihrem Eintritt in den Ortschaftsrat muss nun noch der Freudenberger Gemeinderat zustimmen. Ihre Vereidigung erfolgt in der nächsten Ortschaftsratsitzung. Hildenbrand dankte allen Kandidaten für die Bereitschaft sich in der Ortspolitik zu engagieren.

Sanierung verschoben

Im Punkt Sonstiges gab der Ortsvorsteher bekannt, dass die Sanierung der Brücke an der Gemeindestraße am Hirschen verschoben wird. Auf die Ausschreibung hin, habe sich kein Anbieter gefunden. Dies lag aus seiner Sicht nicht nur an den vollen Auftragsbüchern der Firmen. Die Ausschreibung sei zu spät im Jahr erfolgt und man habe den Firmen zusätzlich noch einen Termin in den Ferien als Zeitpunkt der Durchführung vorgegeben.

Die Arbeiten werden im Herbst erneut ausgeschrieben, nun ohne Angabe der Durchführungszeit. Der Ortsvorsteher war zuversichtlich, dass man dann eine Firma finde. „Im Herbst füllen die Unternehmen ihre Auftragsbücher für das kommende Jahr“, begründete er seine Hoffnung. Die Sanierung könne dann Anfang kommenden Jahres starten

Die Arbeiten zum Spielplatzbau auf der Fläche bei der Brücke erfolge dennoch wie geplant. Sie sei von der zeitlichen Verschiebung nicht betroffen, betonte er. Ärgerlich fand er jedoch, dass der Gremium nach über einem Jahr noch immer keine Detailpläne für den neuen Spielplatz vorliegen.

Weiter gab er eine Bitte von Bürgermeister Roger Henning bekannt. Jedes Ortsteil soll ein Schild aufstellen, dass auf die Städtepartnerschaft von Freudenberg mit Saint-Arnoult en-Yvelines in Frankreich hindeutet. Das Schild ist einem Meter mal 70 Zentimeter groß, blau und trägt neben der Aufschrift die Stadtwappen beider Städte in einem Kreis aus Sternen.

Im Gremium wurde diskutiert, welcher Standort sich am besten für das Schild eignet. Hildenbrand erklärte, ein Standort aus Richtung Boxtal sei weniger geeignet, da im Nachbardorf das gleiche Schild stehen wird. Letztendlich einigten sich die Räte darauf, das Partnerschaftsschild an der Verkehrsinsel am Ortseingang aus Richtung Nassig kommend aufzustellen. Von Seiten der Räte wurde angemahnt, dass der Schotter am bisherigen Spielplatz noch immer fehlt. Zudem müssen auf dem Friedhof Haselbüsche entfernt und Fußwegplatten gesichert werden.

Miserabler Bolzplatz

Bürgerkritik gab es für den miserablen Zustand des Bolzplatz. Eine Nutzung sei so nicht möglich. „Da bricht man sich schon beim darüber laufen sämtliche Knochen“, beschrieb der Ortsvorsteher die vielen Unebenheiten und gab so den Bürgern recht. Unter anderem durch starken Unkrautwuchs entstanden Löcher auf der Fläche. Die bisher ergriffenen Maßnahmen blieben erfolglos. Fleischer schlug vor, eine komplette Aufarbeitung der Bolzplatzfläche in die zukünftigen Haushaltsmittelanforderungen mit aufzunehmen. Diese Idee fand bei den anderen Räten Zustimmung.

Ein weiterer Kritikpunkt der Bürger betraf die Bergstraße. Dort gebe es Löcher im Belag, die zur Stolperfalle werden können. Hildenbrand antwortete, aktuell ist eine Flickteerung des Weges zwischen Wessental und Rauenberg vorgesehen. Er werde versuchen, dass das Unternehmen dabei die Flickteerung in der Bergstraße gleich miterledigt.