Wertheim

Museumsfest Ein abwechslungsreiches Programm und viel Wissenswertes wurde den Besuchern geboten / Schaumkusswurfmaschine war eine der Attraktionen

Das „i-Tüpfelchen“ kam auf Stelzen

Archivartikel

Voll eingeschlagen hat das erste Fest am und im Wertheimer Grafschaftsmuseum. Die Besucher waren begeistert vom attraktiven Programm und besonders von einem Überraschungsauftritt.

Wertheim. Was für ein Zufall: Da sitzt Thomas Friedel, Mitarbeiter des Wertheimer Grafschaftsmuseums am Samstag in einem Café in Würzburg und verfolgt fasziniert die Darbietung eines italienischen Künstlerduos auf der Straße. Spontan nimmt er Kontakt zu den beiden auf und – was für ein Glücksfall – gestern Nachmittag begeisterten Gianluigi Parpinel und Matilde Oricco vom Künstlerkollektiv „Eglaf Performing Arts“ auf Stelzen die Besucherinnen und Besucher des ersten Wertheimer Grafschaftsmuseumsfestes.

Attraktives Programm

„Traumhaft schön“, so lautete nur einer von vielen enthusiastischen Kommentaren. Der Auftritt war sozusagen das „i-Tüpfelchen“ auf einem attraktiven Programm, das dem Museum sicher zahlreiche neue Freundinnen und Freunde gebracht haben dürfte.

„Vom ersten Augenblick an war hier was los“, staunte Museumsleiterin Stefanie Arz, die das Fest am Morgen gemeinsam mit der stellvertretenden Oberbürgermeisterin Brigitte Kohout eröffnet hatte. Die zeigte sich ziemlich sicher, dass das erste nicht das letzte Museumsfest gewesen sein werde. Und dürfte damit den meisten der Gäste aus dem Herzen gesprochen haben.

Wer befürchtete, strahlender Sonnenschein und sommerliche Hitze könnte Besucher eher ins Schwimmbad statt ins Grafschaftsmuseum locken, sah sich angenehm überrascht. Groß und Klein sammelte sich vor der Schaumkusswurfmaschine des Erfinders und Konstrukteurs Walter Günther und freute sich, wenn die klebrige Leckerei, vom Katapult geschleudert, da landete, wo sie hinsollte – bei manchen sogar direkt in den aufgesperrten Mund.

Viele Angebote

Praktisch ohne jede Pause, jedenfalls in den ersten Stunden, saß Floriano de Pellegrin am Steuer seines „Topolino“ und kutschierte mit dem 50 Jahre alten Fiat 500 begeisterte Mitfahrerinnen und Mitfahrer gemütlich entlang der historischen Altstadt.

Fast noch bequemer konnte man mit Ludwig Weiser zusammen die Burg oder den Spitzen Turm erkunden. Dank der von Weiser gebauten originalgetreuen Modelle musste man sich nicht einmal vom Fleck bewegen.

Auf großes Interesse stießen die Workshops der Papierkünstlerin Andrea Kastner, in denen man ebenso selbst kreativ werden konnte, wie bei den Silhouettenscherenschnitten unter den kundigen Augen von Ursula Wehner. Trudel Dosch hatte ihren berühmten Flohmarkt aufgebaut und verkaufte dort für den guten Zweck wieder Altes, Seltenes und Kurioses.

Streifzug durch die Räume

Das und noch vieles mehr fanden auch die, die bei freiem Eintritt die Gelegenheit zum Streifzug durch das Grafschaftsmuseum und seine Bestände nutzte.

Und wer dann erschöpft, ausgehungert und durstig danieder sank, musste auch nicht darben. Dafür sorgte das ausgesprochen abwechslungsreiche kulinarische Angebot beim Museumsfest.