Wertheim

VHS-Film Emotionalen Kern der Tragikkomödie „Lady Bird“ bildet eine Mutter-Tochter-Beziehung / Gefühlvolle Geschichte aus einer spannenden Zeit im Leben einer jungen Frau

Der schwierige Weg ins Erwachsenenleben

Archivartikel

Wertheim.Die Tragikkomödie von Greta Gerwig über ein 17-jähriges Mädchen, dessen Weg ins Erwachsenwerden durch die Streitereien mit ihrer Mutter nicht gerade leichter wird, hat die VHS heute um 18.30 Uhr und morgen um 20.30 Uhr im Programm des Roxy-Kinos.

Christine mag ihren Namen nicht. Also nennt sie sich „Lady Bird“ und verfolgt ein Ziel: Endlich raus aus Sacramento. Schon lange fühlt sich Lady Bird in der kalifornischen Hauptstadt, ihrer streng katholischen High School und dem eigenen mittelständischen Zuhause eingeengt. Ihr Traum ist es, an der Ostküste zu studieren.

„Lady Bird“ erzählt auf erfrischende und charmante Art von der spannenden Zeit im Leben einer jungen Frau, in der sich die Tür zum Kindsein langsam schließt und das Erwachsenwerden mit all seinen Verlockungen und Verantwortungen schon um die Ecke schaut. Den emotionalen Kern der Geschichte bildet die Mutter-Tochter-Beziehung, die in all ihren Facetten sowohl den grundsätzlichen Konflikt der Generationen verdeutlicht als auch die starke und unerschütterliche Liebe der beiden zueinander spürbar macht.

Als Mutter ist Laurie Metcalf schlicht umwerfend. Sie spielt eine Frau, die Realistin ist, die weiß, wie hart das Leben sein kann. Neben all dem, was das Leben in ihr manchmal verhärtetes Gesicht geschrieben hat, sind ihre Blicke liebevoll, ihre Gesten umsorgend und der Kern hinter der rauen Schal weich wie Butter. Die Entdeckung des Films ist darüber hinaus Saoirse Ronan. Als Lady Bird ist sie nicht zwingend eine Sympathiefigur. Sie ist launisch, cholerisch, stur und trotzig. Doch vor allem ist sie authentisch und echt. up