Wertheim

Bezirksjugendsynode des Kirchenbezirks Wertheim Delegierten der Gemeinden, Verbände und der Arbeitsbereiche tagten

Die Liste der Aktionen war beeindruckend

Höhefeld.Die Vertreter der kirchlichen Jugendarbeit aus den Gemeinden, Verbänden und Arbeitsbereichen des Kirchenbezirks Wertheim trafen sich im evangelischen Gemeindehaus Höhefeld zur Herbstkonferenz. Pfarrerin Heike Dinse begann mit einer Andacht. Anschließend führte Alexandra von Lindern durch die Sitzung. Die Delegierten berichteten aus ihren Gemeinden und Arbeitsbereichen.

Neue Formate

Wie es in der Mitteilung der Verantwortlichen weiter heißt, ging es dabei auch um die Kindergottesdienstgruppen, die oft von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleitet werden. In manchen Gemeinden wird es zunehmend schwieriger ein regelmäßiges Angebot am Laufen zu halten. Deshalb werden auch neue Formate entwickelt. So gibt es etwa in Tauberbischofsheim einmal im Monat den Aktionsnachmittag in der evangelischen Kindertagesstätte für Drei- bis Sechsjährige. 15 bis 20 Kinder nehmen regelmäßig teil.

Außerdem bestehen in der Kreisstadt und in Bestenheid „Konfi3-Gruppen“. Bei „Konfi3“ handelt es sich um ein zeitlich begrenztes Angebot bei dem sich Drittklässler altersgerecht mit den Themen Kirche, Taufe und Abendmahl beschäftigen.

In Königshofen gibt es Events wie die Übernachtung im Gemeindehaus und die Kinderbibelwoche „Splash“ in den Sommerferien. Bezirksjugendpfarrerin Laura Breuninger plant ein Nachmittagsangebot in der Grundschule. Die von Alex Schuck und einem Team angestoßene neue Kindergruppe, „Kids World Wartberg“ im Kirchenzentrum Wartberg wird sehr gut angenommen.

Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit stehen Aktionen in den Gemeinden an. Dazu zählen Krippenspiele. In Waldenhausen gibt es das Adventssingen, in Vockenrot ist die Sternsinger-Gruppe ökumenisch. Für alle Grundschüler aus Wertheim und aus Lauda gibt es die Schülerbibeltage.

Auch in der Jugendarbeit gibt es langjährige und neue gut besuchte Angebote. Dazu zählen in Wertheim die Treffen der Jugendmitarbeiter mit Bezirksjugendreferent Alexander Kirchhoff oder einer Pfarrerin. Die Ten-Sing-Gruppe Wertheim bereitet sich gerade auf ihr Rockmusical am 10. November um 18.30 Uhr in der Kembachtalhalle vor. Im Jugendraum des Stiftshofs gibt es einmal monatlich das Teenager-Treffen „First Friday“. Bezirksjugendreferent Kirchhoff hat in der Comenius Realschule in Wertheim ein Schülermentorenprogramm umgesetzt.

Jeweils gut besucht waren die vier Aufführungen des Musicals „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“, eine erfolgreiche Kooperation zwischen Evangelischer Bezirksjugend und Bezirkskantorat Wertheim.

Beim Konfi-Camp trafen sich 120 Konfirmanden aus allen Gemeinden des Kirchenbezirks mit 30 Mitarbeitern in der Jugendherberge Creglingen. Bezirkskonfirmandenpfarrerin Carolin Knapp, Bezirksjugendreferent Kirchhoff und Bezirksjugendpfarrerin Breuninger hatten das Camp vorbereitet. Insgesamt wurde das Konfi-Camp als Bereicherung für die einzelnen Konfirmandengruppen, ihre Pfarrer und für die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter empfunden.

Ein wichtiges Angebot des Kirchenbezirks sind die Jugendgottesdienste. Die nächsten Termine sind: 23. November in der Martin-Luther-Kirche Bestenheid, 26. Januar in der Emmausgemeinde in Wertheim und am 16. März in der Friedenskirche in Lauda.

Liegenschaftsprojekt

Die Delegierten überlegten, wo es überall Raum für Jugendarbeit gibt. Neben Kirchen und Gemeindehäusern wurden Schulen, Dorfgemeinschaftshäuser, Freizeiten und Spielplätze genannt.

Man war sich einig, dass dieses Thema derzeit besonders aktuell ist, weil die Landessynode das Liegenschaftsprojekt beschlossen hat. Dazu gehört, dass die Badische Landeskirche zirka 30 Prozent der Finanzmittel einsparen will. Die Reduzierungen betreffen vor allem die Gebäude. Denn diese binden hohe Kosten, müssen erhalten beziehungsweise saniert werden.

Deshalb gibt es folgende Überlegungen: Wie stark sind die Gebäude ausgelastet? Wie soll die inhaltlich-theologische Arbeit der nächsten Jahre und Jahrzehnte aussehen? Welche Gebäude werden dafür benötigt? Für die Mitglieder des Bezirkskirchenrats sind dies keine einfachen Fragestellungen. Christel Seitz, Bezirkskirchenrätin und festes Mitglied der Jugendsynode, erklärte: „Ich frage mich bei all diesen schwierigen Entscheidungen, was möchte Gott von uns?“ Damit wollte sie Mut machen, über diese Frage nachzudenken.

Das leitende Gremium der Bezirksjugendarbeit ist der Leitungskreis. Ihm gehören neben Bezirksjugendreferent Kirchhoff und Bezirksjugendpfarrerin Breuninger, Alexandra von Lindern, Yana Wenzler, Oskar Tag und Monika Ries an. Pia Müller-Klingenbeck hat ihr Amt aus beruflichen Gründen niedergelegt. Karin Heneka aus Bestenheid wurde nachgewählt.

Kirchhoff ist seit zehn Jahren in Wertheim. Alexandra von Lindern würdigte seine Tätigkeit. Weitere Delegierte sprachen ihm ihren Dank aus.

Der Bezirkskirchenrat möchte wissen, was die Jugendlichen bewegt. Deshalb trifft er sich mit dem Leitungskreis der Bezirksjugend, um den Austausch der beiden Gremien zu fördern und die Jugendarbeit zu stärken.