Wertheim

Handball HSV Main-Tauber gewinnt souverän gegen die TG Höchberg 41:20

Die starken Gegner kommen erst noch

HSV Main-T. – Höchberg 41:20

HSV Main-Tauber: B. Schack, M. Schack, Kunzmann, Enzfelder, Akbulut, Merola, Roesler, Witt, Lejic, Eichelbrönner, Daniel Wießler.

„Eigentlich gibt es bei einem Sieg in dieser Höhe nicht viel zu bemängeln. Dennoch müssen wir aufpassen. Die TGW oder Höchberg sind momentan kein Gradmesser für uns, die starken Gegner kommen erst noch“, so HSV Coach Konrad Michel nach dem Kantersieg gegen Höchberg.

Schlecht einzuschätzen

Vor der Partie galten die Gäste als schwierig einzuschätzen. Im Vorjahr waren sie in der Bezirksoberliga vertreten und fuhren dort den einen oder anderen Erfolg ein. Nach dem Abstieg musste ein großer Umbruch eingeleitet werden, vor allem viele Jugendspieler fanden den Weg in die erste Mannschaft. Die Frage ob dieses Team auch mit den Top-Clubs der Bezirksliga mithalten kann, zu welchen der Aufsteiger aus Wertheim nach dem grandiosen Saisonstart definitiv gehört, kann nach dem Spiel klar mit Nein beantwortet werden. Vom Start weg dominierten die Hausherren die Partie. Nach fünf Minuten lag man mit 3:0 in Führung. Dennoch war HSV-Trainer Michel mit seinen Schützlingen unzufrieden, weswegen er kurze Zeit später nach dem 3:1 seine erste Auszeit nahm. Zu statisch war ihm die Offensive, auch wenn das Ergebnis stimmte. In Folge passierte auch spielerisch mehr auf Seiten des Tabellenführers. Man ließ den Ball schneller laufen, was immer wieder zu Lücken in der Hintermannschaft der Höchberger führte, die mit diesem Tempo schlichtweg nicht mithalten konnten. So bauten die Wertheimer ihren Vorsprung bis zur 14. Minute auf 11:5 aus. Höchberg versuchte sich zu wehren. Doch der Doppelpack zum 11:7 spornte den Favoriten eher an, als für Unsicherheit zu sorgen.

Mit einem 10:3 Lauf bis zur Pause gelang den Wertheimern genau das, was die TGH unbedingt verhindern wollte. So gab es in der Kabine nicht mehr viel zu sagen. Dies war auch gar nicht nötig, strotzten die Gastgeber mittlerweile vor Spielfreude. Insbesondere Kevin Kunzmann (14 Tore) und Julian Enzfelder (sieben Tore), bekamen die Höchberger nicht in den Griff, so dass beide zusammen mehr Treffer erzielten als der Gast. Höchberg wirkte komplett überfordert, und stellte sich zu Beginn der zweiten Hälfte nur noch die Frage, wie hoch das Endergebnis letztendlich ausfallen würde. Zur Freude des Publikums wurde kurz vor Ende sogar die 40-Tore-Marke geknackt. Kommende Woche geht es für die Wertheimer zur Bezirksoberligareserve des TV Marktstefts, die TG Höchberg empfängt die TG Würzburg zum Keller-Derby, beide Teams sind bisher noch punktlos.

HSV behält Weiße Weste

Der HSV behält seine Weiße Weste und führt die Tabelle weiterhin vor dem ebenfalls verlustpunktfreien TV Großlangheim an. Laut Trainer Konrad Michel gibt es aber trotz den deutlichen Ergebnissen noch Steigerungsbedarf: „Wir haben die ersten Minuten nicht gut gespielt, auch wenn das Ergebnis gestimmt hat. Wir haben uns vorgenommen, mit Tempo nach vorn zu spielen und zu kombinieren. Stattdessen waren es hauptsächlich Einzelaktionen. Das mag gegen Höchberg funktionieren, gegen andere Gegner aber nicht. Nach der Auszeit haben wir diese Vorgaben dann auch umgesetzt. Da sah es phasenweise richtig gut aus, was wir gemacht haben.“ hsv