Wertheim

Handball HSV Main-Tauber geht als klarer Favorit morgen in die Partie gegen Marktsteft

Die „Stefter“ sind zu packen

Als klarer Favorit geht der HSV Main-Tauber am Samstag ins Spiel gegen den TV Marktsteft in der dortigen Mehrzweckhalle um 16.30 Uhr.

Unterschiedlicher könnte die Ausgangssituation vor der Partie kaum sein. Während der Aufsteiger aus Wertheim furios mit vier Siegen in die Saison startete, wartet der Gastgeber noch auf die ersten Punkte.

Dass die „Stefter“ vor einer schwierigen Saison stehen war jedoch abzusehen. Schon im vergangenen Jahr, fand sich die Bezirksoberligareserve im unteren Tabellendrittel wieder. Der Wunsch dies zu ändern, konnte bislang noch nicht verwirklicht werden.

Kehrtwende unwahrscheinlich

Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr offenbarten die Hausherren in der bisherigen Saison Defizite. Dass ausgerechnet beim bislang so souveränen Aufsteiger die Kehrtwende glückt, ist eher unwahrscheinlich. Zu stark und vor allem zu konstant präsentierten sich die Gäste bisher. Der Schwung den die Pokalsensationen gebracht haben, konnte mit in den Ligaalltag genommen werden. Sagenhafte 33,75 Tore erzielten die Wertheimer durchschnittlich pro Spiel und auch die Defensive steht zumeist sicher. In Normalform sollte also nichts schief gehen. Dennoch ist nicht alles in bester Ordnung beim HSV.

Mit Danijel Lejic und Levent Akbulut fehlen Trainer Konrad Michel neben den Langzeitausfällen zwei weitere Spieler. Langsam aber sicher gehen Trainer Konrad Michel die Optionen aus. Doch die Erfahrung zeigte, dass Ausfälle bisher immer durch das gute Teamwork kompensiert werden konnten. So soll es auch diesmal sein. Mut macht auch, dass mit Brandon Jamerson ein vielseitig einsetzbarer Spieler nach langer Verletzung wieder ins Mannschaftstraining einsteigen wird.

Taktisch werden die Wertheimer ähnlich vorgehen wie beim Spiel gegen Höchberg. Physisch dürfte man den Gastgebern deutlich überlegen sein. Dieser Vorteil soll durch gutes Umschaltspiel und daraus resultierende Gegenstoßtore ausgenutzt werden.

Weiterhin präsentierte sich der Tabellenführer zuletzt auch aus dem Spiel heraus als sehr kombinationsstark, und auch die Torhüter waren zuletzt gut in Form. Alles in allem spricht im Vorfeld des Spiels viel dafür, dass der HSV seine Weiße Weste behalten wird. Dies auch umzusetzen liegt letztendlich bei der Mannschaft.

Der Coach

„Nach vier Auftaktsiegen ist klar dass wir weniger als Aufsteiger sondern eher als Aufstiegskandidat wahrgenommen werden. Dementsprechend werden alle unsere Gegner extra motiviert sein. Für Marktsteft steht in den kommenden Wochen einiges auf dem Spiel. Sie müssen langsam Punkte holen wenn sie nicht schon in der Hinrunde im tiefen Abstiegskampf stecken wollen. Doch auch wir haben Druck. Die Gegner werden in den kommenden Wochen immer schwieriger. Unser kurzfristiges Ziel ist die Herbstmeisterschaft. Um diese zu erreichen dürfen wir uns gegen die vermeintlich „kleinen“ Gegner keine Ausrutscher erlauben. Wir werden keinen Gegner unterschätzen und alles daran setzen, das Spiel am Samstag für uns zu entscheiden.“ so HSV-Coach Konrad Michel. hsv