Wertheim

Benner-Preis für Teilnehmer des Filmwettbewerbs Schüler beeindruckten Jury mit ihren Kurzfilmen unter dem Motto „Am Puls der Zeit – Schüler sein“

„Die Werke sind durch und durch professionell gemacht“

Wertheim.Oscarreif waren die Kurzfilme der Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, die mit dem Benner-Preis 2019 der Schule ausgezeichnet wurden. „Es ist schön gemeinsam einen Familienfilm zu sehen. Noch schöner ist es, wenn dieser von Familienmitgliedern gedreht wurde“, stellte Lehrer Ulf Hannig bei der Preisverleihung des Fördervereins am Donnerstag in der Aula des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) fest. Die jungen Mitglieder der „Schulfamilie“ hatten mit ihren Kurzfilmen nicht nur die Jury beeindruckt, sondern begeisterten bei der Präsentation auch andere.

Aufgabe des Wettbewerbs war es einen Kurzfilm von drei bis maximal sieben Minuten rund um das Thema „Am Puls der Zeit – Schüler sein“ zu drehen. Der Film konnte von einzelnen Schülern oder von kleinen Gruppen erstellt werden. Preise gab es in den Alterskategorien Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe, wobei aus der Mittelstufe kein Film eingereicht wurde. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb im März 2019, bis Ende Mai musste der fertige Film vorliegen. Die Jury, bestehend aus jeweils drei Lehrern, Vertretern der Schülermitverantwortung und des Fördervereins hatte keine leichte Aufgabe, denn sie mussten den Gewinner küren und alle Filme hatten laut Jury eine sehr gute Qualität. Bewertungskriterien waren unter anderem Filminhalt und Dramaturgie, Besetzung und Darstellung, filmische Gestaltung mit Kameraführung, Schnitt und Ton sowie Musik, Drehort, sowie Ausstattung mit Requisiten und Kostüme.

Barbara Fechner vom Förderverein ging auf die Entstehung des Benner-Preis ein. Dieser wurde als Andenken an den 2007 verstorbenen Klaus Benner geschaffen. Benner war lange Jahre in der Führung des Fördervereins aktiv und trug maßgeblich zu dessen Wachstum und Erfolg bei. Mit dem Benner-Preis werden jedes Jahr besondere Leistungen rund um das DBG ausgezeichnet.

Schulleiter Reinhard Lieb freute sich über die Premiere des Filmwettbewerbs an der Schule. Für die SMV richteten Hanna Weimann und Maximilian Brüstle lobende Worte an die Teilnehmer. „Wir sind stolz, dass wir so viele talentierte Mitschüler in diesem Bereich haben“, sagte Weimann. „Wir sind überrascht und begeistert von den tollen Projekten“. Brüstle berichte, die Idee für den Wettbewerb sei bei der SMV-Tagung in Bronnbach entstanden. Gemeinsam mit Lehrern und Förderverein wurde das Konzept entwickelt und umgesetzt.

Jurymitglied Barbara Fechner erzählte von einer kurzweiligen Sitzung. Die eingereichten Filme hätten unterschiedlicher nicht sein können. Zusammen mit Simone Reiner vom Förderverein übernahm sie die Preisverleihung. Unter anderem gab es für die Gewinner eine Einladung für einen eintägigen Filmworkshop im Filmmuseum Düsseldorf. Natürlich durfte Trophäe nicht fehlen, die durchaus Ähnlichkeiten mit dem bekannten Oscar hatte.

Die Preisträger

Mit Platz zwei der Unterstufe wurde das Team „creative girls“ mit dem Film „Am Puls der Zeit Freunde haben“ ausgezeichnet. Die zehnjährigen Kantinka Ulram, Theresa Michel und Hanna Jakob aus der 5c erzählen in ihrem Film die Geschichte von Freundschaften, die auch erhalten bleiben, wenn man nach der Grundschule in unterschiedliche Schulen wechselt. Außerdem erleben die Zuschauer, wie einem Freundinnen durch den Schulstress helfen können. Die Vertreter der Jury erklärten: „Ein dickes Lob, dass ihr euch getraut habt, als Neue an der Schule mitzumachen.“ Gelobt wurde Drehbuch und Themenumsetzung. Schule und Freundschaften unter einen Hut zu bringen sei manchmal schwierig. Dies hätten die Mädchen mit ihrer authentischen Darstellung gut vermittelt. Gelobt wurde auch der Schnitt unter anderem mit Zeitraffer.

Im FN-Gespräch berichten die Mädchen, die Arbeit am Film habe Spaß gemacht, vor allem das Schneiden. Insgesamt hatten sie sich drei Mal für den Film getroffen und 18 Stunden investiert.

Gewinner der Unterstufe wurde das MLM-Filteam aus der 6m. Maximilian Busch, Luis Busse und Moritz Kuch zeigten im Film „Schule früher vs. heute“ wie es Schüler mit ihrem frechen Verhalten einem Lehrer unmöglich machen können, zu unterrichten. Der Lehrer wiederum träumt sich in der Schulstunde zurück in seine Schulzeit, in der noch „Zucht und Ordnung“ herrschte. Die Jury lobte den Plott und die passende Musik, den Perspektivenwechsel des Lehrers hin zu seiner früheren Schülerrolle und das Making of, in dem die Jungen über ihre Erfahrungen beim Dreh berichteten. „So einen frechen, witzigen Streifen hätte die Jury von Sechstklässlern nicht erwartet“, lobte die Jury. Die Jungen investierten vier Stunden ins Drehen und acht Stunden für den Schnitt. Ihnen gefiel es, eine Gruppenarbeit, ganz ohne Benotung zu erstellen. Für Drehbuch und Planung traf man sich privat und telefonierte mehrfach.

Gewinner der Oberstufe waren Jan Kiefel und Lea Merlein (beide Jahrgangsstufe zwei). Jan hat schon vielfältige Erfahrung in der Filmproduktion, Lea schreibt gerne Geschichten. Ihren Film „Am Puls der Zeit – Schüler sein“, lobte die Jury als „durch und durch professionell gemacht.“ Es sei eine einfühlsame Geschichte bei der sich jeder Schüler und der Schule entwachsene wiederfinde. Mit beeindruckenden Bildern zeigt der Film die positiven und negativen Aspekte der verrinnenden Schulzeit.

„Die Jurymitglieder hatten vor Rührung Wasser in den Augen, euch ist etwas besonderes gelungen.“ Alle teilnehmenden Teams waren sich einig, bei einem solchen Filmwettbewerb würden sie jederzeit wieder mitmachen.