Wertheim

Am Amtsgericht verhandelt

Diebstahl eines Smartphones

Wertheim.Wegen Diebstahls im Wertheimer Freibad in den Christwiesen läuft zur Zeit ein Strafverfahren beim Amtsgericht der Main-Tauber-Stadt.

Der Vorwurf gegen den Mann aus dem Kreis Miltenberg lautet, er habe im August 2018 aus der Tasche eines Schülers, der auf der Liegewiese lag, ein Smartphone mit einem Zeitwert von 50 Euro, eine Monatskarte des Verkehrsverbundes Rhein Neckar, VRN (Wert 20 Euro) sowie einen Fünf-Euro-Schein entwendet.

Der 23-Jährige bestreitet die Tat. Er gab zu Protokoll, dass er das Smartphone erst einige Zeit nach dem Diebstahl am Bahnhof Wertheim von einer ihm unbekannten Person für 50 Euro gekauft habe.

Diese Aussage war zum Zeitpunkt der Verhandlung nicht zu widerlegen, weil die Zeugen fehlten. Deshalb wurde ein weiterer Verhandlungstermin für den 24. Juli festgesetzt.

Einige Wochen nach dem Diebstahl hatte sich der Angeklagte in Kaiserslautern aufgehalten. Nach einer Polizeikontrolle ergab die Überprüfung seines Smartphones den Bezug zum Diebstahl im Schwimmbad. Der Beschuldigte behauptete damals, er habe das Smartphone in Kaiserslautern gekauft. Diesen Widerspruch hielt ihm jetzt die Richterin vor. Der vorbestrafte Angeklagte entgegnete, er sei damals auf Bewährung frei gewesen und habe aus Angst in diese Erklärung abgegeben.

Dem Beschuldigten ist zur Wertheimer Verhandlung ein Pflichtverteidiger beigeordnet, da eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung im Raum steht. Der Anwalt erklärte, dass laut seines Mandanten beim Kauf in Wertheim die Freundin anwesend gewesen sei. Das Gericht wird zum nächsten Termin auch die Freundin laden.

Beim ersten Termin vor einigen Wochen fehlte der Angeklagte. Beim jetzigen Termin waren zwei Zeugen verhindert und der geschädigte Schüler ist dem Gericht nicht bekannt.

An den Angeklagten ging die Warnung, wenn er bei dritten Termin wieder fehle, ergehe Haftbefehl. goe