Wertheim

Mobile Industriewelt Discover Industry macht vom 7. bis 9. Januar in Wertheim vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Station

Einblick in „Smart Factory“ von morgen

Archivartikel

Von der virtuellen Idee bis zum realen Produkt: Das Ausstellungsfahrzeug Discover Industry macht in Wertheim erlebbar, wie viel Mathematik und Physik in unseren Alltagsprodukten stecken.

Wertheim. Discover Industry – Chancen/ Berufe / Zukunft ist nicht nur ein Bus, sondern ein Museum, Auditorium und vieles mehr. das Projekt zeigt Schülern, wie Ingenieure denken und arbeiten. Es zeigt aber auch, welche Veränderungen die Digitalisierung in der Industrie mit sich bringt und welche Perspektiven sich dort zunehmend auch für Informatikerinnen und Informatiker bieten.

Maschinen kommunizieren miteinander, Roboter entlasten uns bei eintönigen Tätigkeiten und Augmented-Reality-Brillen ersetzen Bedienungsanleitungen: Die Digitalisierung bietet große Chancen, stellt Unternehmen auf dem Weg dorthin aber auch vor große Herausforderungen. Eine davon ist der hohe Bedarf an qualifizierten Fachkräften aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Wurden bisher vor allem „klassische“ Ingenieure gesucht, zählen heute vor allem informationstechnische Kenntnisse.

Kreative Problemlöser

Ingenieure werden verstärkt zu agilen und kreativen Problemlösern mit fächerübergreifenden Hybridkompetenzen.

Um Jugendlichen Lust zu machen, an diesem spannenden Thema mitzuarbeiten, ist die mobile Industriewelt Discover Industry – Chancen/Berufe/Zukunft im Rahmen des erfolgreichen Programms „Coaching4Future“ in Baden-Württemberg unterwegs. Es ist ein gemeinsames Angebot der Baden-Württemberg Stiftung, des Arbeitgeberverbands Südwestmetall und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

3D-scannen, programmieren, smart produzieren: Zu Beginn des Workshops zeigt ein multimedialer Rückblick, wie der gesellschaftliche und technische Fortschritt die industrielle Entwicklung immer mehr beschleunigte. Wie die effiziente Serienproduktion heute erfolgt und welchen Einfluss die digitale Transformation weiter nehmen wird, finden die Schulklassen an fünf Meilensteinen des Produktentstehungsprozesses und weiteren Exponaten heraus.

Anleitungen

Unter Anleitung der Coaches Dr. Jana Weßing und Industriemeisterin Jaqueline Pernet verwandeln die Jugendlichen zum Beispiel mithilfe eines 3D-Scanners einen Prototyp in ein Computermodell.

Ein Roboterarm kann mittels Koordinaten-Eingabe punktgenau gesteuert werden. Und wenn die Mädchen und Jungen ihr selbst konfiguriertes Produkt durch die intelligente Produktionsanlage lotsen, bekommen sie bereits einen Ausblick auf die „Smart Factory“ von morgen. Im Obergeschoss folgen vertiefende Workshops: Bei der Konstruktion eines Fidget-Spinners (ein Handkreisel mit Kugellagern) oder beim Programmieren einer Handy-App wird deutlich, wie viel MINT in Alltagsgegenständen steckt.

Zudem werden Bildungswege und Aufgabengebiete verschiedener MINT-Berufe aufgezeigt. Die mobile Industriewelt möchte so die vielseitigen Berufsmöglichkeiten in der Industrie praxisnah vermitteln.