Wertheim

Kinderkulturwochen Nabu-Tour zum Feuchtwiesen-Erlebnispfad in Frammersbach

Einblicke in die Welt des Mühlkanals

Wertheim.Im Rahmen der Kinderkulturwochen starteten 21 Ferienkinder mit dem Nabu Wertheim zu einer Busfahrt zum Feuchtwiesen-Erlebnispad Frammersbach. In Begleitung mehrerer Betreuerinnen und Betreuer sowie örtlicher Leitung der Natur- und Landschaftsführerin Monja Hofmann konnten sie viel Neues über Feuchtwiesen und Bäche im Naturpark Spessart erfahren.

Die zertifizierte Naturführerin eröffnete den dreistündigen Rundgang mit dem "Regentropfenspiel", bei dem jedes Kind aufgefordert wurde, zwei Steinchen aufzuheben und - nachdem sich alle im Kreis aufgestellt hatten - diese aneinander zu klopfen, so dass damit ein regelrechtes Regenkonzert erzeugt wurde. So geschah es, dass der leichte Regen, der zu Beginn noch herrschte, nach und nach aufhörte.

Anschließend bestand Gelegenheit, einen großen Sandspielplatz vorübergehend in eine Miniaturlandschaft mit kleinem Bachlauf zu verwandeln. Das Wasser dazu wurde aus einer von Hand zu bedienenden Pumpe aus dem Untergrund gefördert.

An einem interaktiven Modell erfuhren die Kinder danach etwas über das Prinzip der sogenannten "Wässerwiesen" aus früheren Zeiten, als Bewässerungsrinnen für eine landwirtschaftliche Nutzung des Grünlandes angelegt wurden.

Die Aussichtsplattform mit Fernrohr bot neue Perspektiven von den darunter liegenden Feuchtwiesen. Durch ein Unterwasserperiskop auf der Brücke über den Bach ließen sich Einblicke in die Welt des vom Lohrbach abgezweigten Mühlkanals erkunden. Letzterer wurde einst zum Antrieb von Mühlrädern angelegt, die zu längst verschwundenen Mühlen gehörten. Anschließend wurde ein Abstecher auf eine Naturwiese gemacht. Hier ging es auf die Spur von dort lebenden Insekten. Unter anderem wurde ein grünes Heupferd entdeckt und unter der Becherlupe betrachtet. Zur spielerischen Abwechslung bildeten die Kinder dann Mannschaften, um bei dem Reaktionsspiel "Floh-Vogel-Spinne" zu wetteifern.

Weiter ging es mit Erkundung von Kleinstlebewesen im Bach, die unter Becherlupen begutachtet werden konnten. Dazu hatte die Naturführerin eine Sandprobe aus dem Bachbett geschöpft. Das Sand-Wassergemisch wurde mit einem Pinsel verteilt und kleine Tierchen auf hellem Untergrund sichtbar gemacht. Zur Bestimmung hatte jedes Kinder ein Kärtchen mit Darstellung verschiedener Insektenlarven erhalten, deren Entwicklung sich im Wasser abspielt. Auf dem Rückweg wurde noch eine kleine Hängebrücke überquert und ein überlebensgroßes Insekt aus Holz bestiegen. Nach diesem erlebnisreichen Rundweg konnten sich die Kinder im nahe gelegenen Sportheim stärken. nabu