Wertheim

Girls’ Day Drei Wertheimer Firmen beteiligen sich mit Erfolg zum ersten Mal

Elektrikerin für einen Tag

Archivartikel

Wertheim.Berufe in der Fertigung sind nur etwas für Männer? Von wegen! Am 26. April öffnete die Pink GmbH Thermosysteme erstmals ihre Türen in Bestenheid für den Girls’ Day. An diesem Tag erhielten vier Mädchen der 7. und 8. Klasse der Comenius Realschule Einblicke in einen Industriebetrieb, der kundenspezifische Löt,- Sinter,- Trocknungs- und Plasmaanlagen herstellt. Nach der Vorstellung des Unternehmens begann der aufregende Rundgang durch die einzelnen Tätigkeitsbereiche. Die Fachbetreuer zeigten Beispiele ihrer täglichen Arbeit und ließen die Mädchen daran teilhaben. Es wurden Teile gefräst, Bleche gelasert und in der Montage kleine Baugruppenmontiert. In einigen Bereichen fertigten die jungen Damen selbstständig ein kleines Andenken. „Es hat sich mal wieder bewiesen, dass die Mädchen zum Teil fingerfertiger sind als Jungs, dies konnte man gerade auch beim Schweißen und in der Montage gut beobachten“, so Volker Keller, Organisator und Produktionsleiter bei Pink.

Zum ersten Mal nahm auch SMT Thermal Discoveries am Girls’ Day teil. Drei Mädchen bekamen eine Vorstellung vom Ausbildungsberuf des Mechatronikers. Die Ausbilder stellten bei einem Firmenrundgang die Produktpalette von SMT vor und erläuterten die Arbeitsschritte in der Taktfertigung. Dann ging es für die Schülerinnen in die Ausbildungswerkstatt. Dort durften sie mit Hilfe der Auszubildenden zwei Werkstücke als Andenken fertigen und dabei die verschiedenen Arbeitsschritte wie Bohren, Sägen, Löten selbst durchführen. „Es hat Spaß gemacht, die Mädchen einen Tag zu begleiten und ihnen die Vielseitigkeit eines technischen Berufs zeigen zu können. Sie haben mit Begeisterung mitgemacht. Vielleicht ist ja eine potentielle zukünftige Auszubildende von SMT dabei“, sagt Matthias Weitz, Ausbilder bei SMT.

Ebenfalls das erste Mal beim Girls’ Day dabei: der Firmenverbund der aquila Wasseraufbereitungstechnik GmbH, der MTK Main-Tauber Kunststoff GmbH und der Autech Tesla Automation GmbH. Dieser besondere Tag stand für die Mädchen unter dem Motto „Wie man Schwimmbäder zum Leben erweckt“. Das Kerngeschäft dieser Gruppe ist die Planung und Erstellung von Badewasseraufbereitungsanlagen für Schwimmbäder.

„Uns war es vor allem wichtig, die Teilnehmerinnen nicht nur bei der Arbeit zuschauen zu lassen, sondern sie selbst für einen Tag zu Elektrikerinnen und Verfahrensmechanikerinnen werden zu lassen“, so Norbert Hock, Ausbildungsleiter des Firmenverbunds. So hatten die drei Mädchen die Möglichkeit, ein Übungswerkstück im jeweiligen Bereich herzustellen und dieses am Ende des Tages stolz mit nach Hause nehmen zu dürfen.