Wertheim

Fest Diakonissenmutterhaus vor 153 Jahren gegründet

Eloquente Predigt

Archivartikel

Hofgarten.Das evangelische Diakonissenmutterhaus Frankenstein in Wertheim-Hofgarten feierte sein Jahresfest. Erinnert wurde dabei an die Gründung des Mutterhauses vor 153 Jahren.

Zum Gottesdienst in die Mutterhauskirche war als Festpredigerin Oberkirchenrätin Dr. Cornelia Weber aus Karlsruhe gekommen. Sie ist Stellvertreterin des Landesbischofs und auch Mitglied der Landessynode. Die Liturgie gestaltete Schuldekanin Cornelia Wetterich. Bei den Fürbitten wirkte noch Gemeindepfarrerin Dr. Verena Mätzke mit.

„Das einzig Beständige ist der Wandel“, meinte eingangs Schuldekanin Cornelia Wetterich. Sie beschrieb den Ortswechsel in der Nachkriegszeit der Diakonissen von Frankenstein nach Wertheim. „Jede einzelne Schwester musste flexibel sein“, erinnerte die Schuldekanin an den Neubeginn in Wertheim, zunächst auf dem Wartberg und später im Hofgarten.

„Gott sorgt sich um die Menschen“, sagte Oberkirchenrätin Dr. Cornelia Weber in der Festpredigt am „Sonntag des guten Hirten“. Ausgehend von der biblischen Erzählung über Abraham, Sara und Hagar spannte sie einen Bogen zur Fluchtgeschichte der Diakonissen. In Wertheim habe man sich in den Nachkriegsjahren um Flüchtlinge gekümmert, die Diakonissen hätten hier im Vertrauen auf Gott neu angefangen.

Nach dem Gottesdienst war zu einem gemeinsamen Mittagessen und gemütlichen Beisammensein in den Speisesaal eingeladen. Vorstandsvorsitzender Walter Scheurich zeigte sich sehr erfreut, zahlreiche Ehrengäste zu begrüßen, die teils mit Grußworten zum Jahresfest gratulierten. Besonders bedankte sich Walter Scheurich bei Oberkirchenrätin Dr. Cornelia Weber, die mit ihrer eloquenten Predigt dem Jahresfest eine besondere theologische Note gegeben hat.