Wertheim

An Umweltschutz denken

Entsorgung von Christbäumen

Archivartikel

Main-Spessart-Kreis.Traditionell werden in diesen tagen die Christbäume abgeschmückt. „Im Interesse des Umweltschutzes sollten die Bäume wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt und kompostiert werden“, betonen die Verantwortlichen des Landratsamts des Main-Spessart-Kreises.

In diesem können die Christbäume an der Kreismülldeponie abgegeben, über die Biotonne oder die Garten- und Grünabfallsammlung entsorgt sowie im eigenen Garten gehäckselt und kompostiert werden. Mit Dekorationsspray behandelte Zweige sind allerdings nicht für die Kompostierung geeignet. Auch muss sämtlicher Schmuck wie Lametta, Dekodraht oder Engelshaar entfernt sein.

Vom Verbrennen des Christbaums im eigenen Holzofen raten die Experten dringend ab: Die trockenen Nadeln können explosionsartig abfackeln, das noch feuchte Holz erzeugt eine erhebliche Rauchbelästigung.

Aber auch andere Weihnachts- und Silvesterabfälle müssen sorgsam entsorgt werden: Lametta aus Blei (erkennbar am Gewicht und an der Bezeichnung Stanniol) sowie Reste vom Bleigießen müssen über die Problemabfallsammlung entsorgt werden. Blei ist giftig und kann sich bei nicht ordnungsgemäßer Entsorgung in der Umwelt anreichern.

Das bloße Verbrennen der ausgedienten Christbäume stellt eine unzulässige Abfallbeseitigung dar und ist verboten. Das gilt auch, wenn etwa eine Vereinssammelaktion vorausgegangen ist beziehungsweise das Ganze als Grillfest mit Glühweinausschank „getarnt“ wird. lra