Wertheim

Unternehmenspreis Alma driving elements gehört zu den Innovationsführern 2018 und geht mit Kunst neue Wege / Mitarbeiter und Kunden gehen aufmerksamer durch die Gänge

Erfolg bei den „Top 100“

Archivartikel

Wertheim.Die Firma Alma driving elements GmbH ist bekannt für Komponenten und Systeme für antriebstechnische Anforderungen in der Vakuumtechnik. Nun geht sie neue Wege – und bringt Kunst und Innovation am Arbeitsplatz zusammen. Dafür wurde Alma im Unternehmenswettbewerb „Top 100“ zu einer der innovativsten Firmen des deutschen Mittelstandes gewählt.

Als Mentor des Wettbewerbs ehrte Ranga Yogeshwar das Unternehmen zusammen mit dem wissenschaftliche Leiter, Professor Nikolaus Franke, und Compamedia am Freitag in Ludwigsburg im Rahmen des fünften Deutschen Mittelstands-Summits. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte das Unternehmen mit dem Innovationserfolg.

Vakuumtechnik und Antriebslösungen sind die Kernkompetenz der Alma. Das 1979 gegründete Unternehmen, das heute 65 Mitarbeiter beschäftigt, seinen Sitz in Schollbrunn und einem Produktionsstandort in Wertheim hat, produziert und vertreibt Komponenten wie Vakuumschrauben oder Vakuumdrehdurchführungen aber auch Komplettsysteme bis hin zur anspruchsvollen Ultrahoch-Vakuumtechnik.

Schmutzig und öltriefend

Dieses Ultrahoch-Vakuum braucht es etwa bei der Herstellung von LED, Halbleitern oder Displays. In der Praxis ist da zunächst die Fertigung der Teile – schmutzig, öltriefend, Späne erzeugend. Damit die Bauteile im Anschluss zum reinraumtauglichen Produkt werden, werden alle Fertigungsrückstände in einer Reinigungsstraße entfernt. Danach werden die Bauteile im Thermoofen ausgeheizt und unter Reinraumbedingungen zu Baugruppen montiert, die dann doppelt verpackt zum Kunden gehen.

Geschäftsführerin Margit Firmbach verfolgt eine kreative und emotionale Firmenphilosophie und einen dementsprechenden Führungsstil: weg vom reinen Effizienzdenken hin zu mehr Intuition. Dabei werden zunehmend auch Kunst und Gestaltung in den Arbeitsalltag integriert. Firmbach ist sich sicher, dass Kunst dazu beiträgt, eine inspirierende und dadurch effizienzsteigernde Atmosphäre am Arbeitsplatz zu schaffen.

Das Engagement für die Kunst und ein entsprechend gestaltetes Arbeitsumfeld sind Teil der neuen „Alma-Vision“, eines signifikanten, grundlegenden Wandels, wie Firmbach erklärt: „Demut, Respekt und Hingabe sind die drei Säulen, auf denen unser Unternehmen steht.“ Dies kommt schon im Firmennamen zum Ausdruck: Alma wird heute als „Alma Mater“ begriffen. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und steht für die „nährende/gütige Mutter“. „Wir betrachten Alma als Person, die es gut mit uns meint und für die wir uns mit Herzblut engagieren. Wir wollen wirklich einzigartige und qualitativ hochwertigste Produkte herstellen. Das spüren auch die Kunden“, so Firmbach.

Firmbach geht es zum einen darum, den Mitarbeitern neue visuelle Reize „beim Bearbeiten und Herstellen unserer Produkte“ zu bieten, ihre Arbeit durch eine gut gestaltete Atmosphäre zu unterstützen.

Zum anderen überrascht sie Kunden und Besucher, die eine Präsentation technischer Produkte erwarten, mit einer Führung durch die Kunstsammlung. „Kunst und Gestaltung sind wichtige Faktoren, sie vermitteln eine Art Gegenpol zur Welt der Zahlen, zur Welt der Wirtschaft – sie provozieren Kommunikation, steigern Flexibilität und Engagement“, so Firmbach.

„Die Kunst und die Gestaltung unserer Räume helfen uns dabei, unsere Werte und Visionen im Arbeitsalltag zu leben“, führt sie weiter aus. „Mitarbeiter und Kunden gehen heute viel aufmerksamer durch unsere Gänge, sie erleben und spüren nun mehr – Kunst und Farbe haben einen ganz enormen Einfluss und stimulieren unsere emotionale Intelligenz.“

Für Margit Firmbach ist neben der Technik auch die neue Firmenphilosophie ein Mosaikstein des Erfolgs: „Indem wir uns zurücknehmen und gut zuhören, gewinnen wir die Aufmerksamkeit unserer Geschäftspartner.“ pm