Wertheim

Ex-OB Stefan Gläser beklagt fehlenden CDU-internen Wettbewerb

„Ergebnis spricht für sich“

Archivartikel

Wertheim.Ex-OB Stefan Gläser sieht Parallelen zu seinem Wahlsieg im Jahr 1981 und dem Ausgang der Wahl vom Sonntag.

Karl-Josef Scheuermann (SPD) war damals 20 Jahre im Amt. Wolfgang Stein sei das „Synonym für 16 Jahre Stefan Mikulicz“, weil er ihn zuletzt vertreten habe, so Gläser gegenüber den Fränkischen Nachrichten. Ähnlich wie Markus Herrera Torrez sei er damals auch jemand Frisches von außen gewesen. „Beigeordnete“, so seine Erfahrung, „kommen in Baden-Württemberg weniger zum Erfolg“.

Der Anfang vom Ende

Gläser bemängelt zudem den „fehlenden innerparteilichen Wettbewerb“ bei der CDU im Vorfeld der Wahl: „Bei meiner Nominierung haben damals 200 Mitglieder für mich gestimmt.“

Im Falle von Stein sei ein „lapidares Schreiben“ der Parteispitze gekommen, mit dem mitgeteilt worden sei, dass man den Bürgermeister unterstütze. „Es gab keine innerparteiliche Demokratie, keine Transparenz“, beklagt Gläser und ergänzt: „Das war der Anfang vom Ende.“ Den Wettbewerb zwischen den Kandidaten lobt der Ex-OB als „funktionierende Demokratie“.

„Es war eine echte Wahl. Das hat der Stadt gut getan“, so Gläser. Auch die Wahlbeteiligung sei für heutige Verhältnisse „ordentlich“.

Das Wahlergebnis sei gewissermaßen „ein Gewitter, das der kommunalpolitischen Hygiene sehr gutgetan hat, und das Ergebnis spricht für sich.“ wei