Wertheim

Baumaßnahme Bund unterstützt Sanierung / Gesamtkosten belaufen sich auf 440 000 Euro

Erhalt der Kilianskapelle ist ohne Eingriff gefährdet

Wertheim.Der Bund unterstützt die Sanierung der Kilianskapelle in Wertheim mit Mitteln des Denkmalschutz-Sonderprogramms. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Donnerstag eine Förderung in Höhe von 140 000 Euro bewilligt. Die gute Nachricht übermittelte der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig noch am gleichen Tag an Bürgermeister Wolfgang Stein.

Dieser äußerte sich „sehr dankbar dafür, dass sich Alois Gerig trotz mehrfacher Überzeichnung des Programms erfolgreich für die Berücksichtigung unseres Projekts eingesetzt hat“. Die Stadt plant die Instandsetzung der Fassade und die restauratorische Überarbeitung der umfangreichen Natursteinelemente. „Ohne die Sanierung, die über 440 000 Euro kostet, wäre der Erhalt der historischen Bausubstanz gefährdet“, so der Bürgermeister.

Die Stadt hat weitere Fördermittel beantragt: bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 100 000 Euro und beim Land Baden-Württemberg 106 000 Euro. Damit verbliebe bei der Stadt noch ein Eigenanteil von rund 95 000 Euro. „Mit der Zusage aus Berlin ist der erste große Förderbaustein gesetzt“, freute sich Bürgermeister Stein. Die Sanierung soll 2019 beginnen.

Alois Gerig ist überzeugt, dass das Geld gut angelegt ist: „Die Kilianskapelle ist eine der bedeutendsten Doppelkapellen Deutschlands und für das schöne Stadtbild von Wertheim unverzichtbar. Die Fördermittel tragen dazu bei, diesen Kulturschatz zu erhalten.“ Mit dem Denkmalschutz-Sonderprogramm soll vor allem die Wahrung der kulturellen Identität von Städten und Regionen unterstützt werden.

Mittelbar werden somit auch der Tourismus gefördert und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben zusätzliche Aufträge beschert. stv